POLYESTERKNÖPFE
Knöpfe sind fast so alt wie die Kleidung selbst. Archäologische Funde belegen, dass Knöpfe aus der Bronzezeit in Indien entdeckt wurden und dass in der Türkei Knöpfe gefunden wurden, die bis etwa 10.000 v. Chr. datieren. Ihre Geschichte ist außergewöhnlich reich. Über Jahrtausende hinweg wurden Knöpfe zeitweise intensiv genutzt und zeitweise wieder vergessen. Lange galten sie als Merkmal wohlhabender und adeliger Kreise und waren für die einfache Bevölkerung kaum zugänglich.
Es kamen unterschiedlichste Materialien zum Einsatz – von Holz und Stein bis hin zu Edelmetallen und Diamanten. Im 18. und 19. Jahrhundert erreichte ihr dekorativer Wert einen Höhepunkt, während sich nach dem Zweiten Weltkrieg ihre funktionale Rolle durchsetzte – Knöpfe wurden wieder primär zum Schließen von Kleidung verwendet.
GALERIE
Möglichkeiten bei der Herstellung von Polyesterknöpfen
Je nach Form des eingesetzten Rohmaterials werden unterschiedliche Knopfarten produziert.
Stangenförmige Knöpfe entstehen, wenn das Polyester als Stabmaterial verarbeitet wird.
Für flache Knöpfe wird das Rohmaterial vorab in Plattenform gebracht. Dies ist besonders für den Färbeprozess entscheidend: Flache Knöpfe sind meist einfarbig, während stangenförmige Modelle Schattierungen und Farbverläufe aufweisen können.
Zu den Bestsellern zählen auch transparente und transluzente Modelle. Abhängig vom gewünschten Effekt werden dem Rohmaterial spezielle Additive beigemischt, wodurch Perlmuttglanz, Schneeweiß oder eine metallische Optik erzielt wird.
Polyesterknöpfe als perfekte Imitation natürlicher Materialien
Polyesterknöpfe können nahezu jedes Material imitieren – sogar vollständig natürliche Materialien wie Horn. Die Qualität dieser Imitationen ist so hoch, dass sie für Nicht-Fachleute kaum von Originalen zu unterscheiden sind.
Aus diesem Grund zählen Polyesterknöpfe zu den weltweit am häufigsten verwendeten Knöpfen.
Das Verhältnis der Nutzung von Polyesterknöpfen zu allen anderen Materialien liegt bei etwa 10:1. Dieser Erfolg ist leicht erklärbar: sehr niedrige Produktionskosten, hohe Gestaltungsfreiheit und hervorragende Verarbeitungseigenschaften.
Polyesterknöpfe eignen sich für alle bekannten Dekorations- und Veredelungsverfahren.
Logos, Schriftzüge und individuelle Markierungen können exakt nach Kundenwunsch umgesetzt werden. Eine zusätzliche Innenfärbung steigert ihre optische Wirkung und Attraktivität.
Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die vollständige Kontrolle der Eigenschaften während des Produktionsprozesses – von der Dichte des Materials über Anzahl, Breite und Abstand der Löcher bis hin zu Farbton, Helligkeit und Glanzgrad.
Dabei werden vier Oberflächenvarianten unterschieden: glänzend, halbglänzend, matt und matt-glänzend.
Ein weiterer großer Vorteil von Polyesterknöpfen
Polyesterknöpfe sind für alle Arten von Bekleidung und Stoffen geeignet.
Sie werden in Größen von 12 bis 72 hergestellt. Je nach Design eignen sie sich sowohl für Herrenbekleidung als auch für hochwertige Damenmode. Feine Modelle passen perfekt zu eleganten Kleidern, während robustere Varianten ideal für Mäntel und grobe Handstrickwaren sind.
Gleichzeitig bieten wir passende Lösungen für Seide, Musselin und leichte Stoffe – Sie müssen lediglich entscheiden, was Sie benötigen.
Der Siegeszug der künstlichen Materialien
Dieser begann in den 1940er- und 1950er-Jahren des 20. Jahrhunderts. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebten Wissenschaft und Technologie einen enormen Fortschritt, und Kunststoffe auf Erdölbasis hielten massenhaft Einzug in den Alltag.
Knöpfe wurden günstig, leicht verfügbar und äußerst vielfältig in Form, Farbe, Lochanzahl und Größe.
Sie wurden durch Gießen, Pressen und Stanzen hergestellt und ließen sich problemlos weiterverarbeiten und färben. Dadurch war es erstmals möglich, große Mengen nahezu identischer Knöpfe gleichzeitig zu produzieren. Dies senkte die Verbraucherpreise drastisch, führte jedoch auch zu einer gewissen Entpersonalisierung – fast alle verwendeten Knöpfe bestanden aus Kunststoff.
Die Entstehung der Polyesterknöpfe
Die ersten Polyesterknöpfe erschienen kurz nach der Entdeckung von Polymeren mit aktivierten Ester-Funktionsgruppen. Sie verdrängten die klassischen Kunststoffknöpfe schnell von den Spitzenplätzen der Verbraucherpräferenzen.
Das neue Material ermöglichte die Herstellung von noch faszinierenderen, hochwertigeren und deutlich langlebigeren Knöpfen.