Als Barcode auf Bekleidungsetiketten wird in der Regel EAN-13 verwendet – eine 13-stellige Nummer, die für jede Kombination aus Modell, Farbe und Größe eindeutig ist und als schwarze Striche auf hellem Grund gedruckt wird. Er sitzt auf der Rückseite des Hängeetiketts aus Karton, meist im unteren Bereich, mit Ruhezonen auf beiden Seiten. Die Nummern erhält man von der GS1-Organisation des jeweiligen Landes; daraus wird der Barcode erzeugt und in einem Maßstab gedruckt, den Scanner zuverlässig lesen.
Was EAN-13 ist und woher die Nummern kommen
EAN-13 ist der internationale Barcode-Standard für Waren im Einzelhandel. Die Nummer besteht aus:
- dem Unternehmenspräfix, das GS1 bei der Mitgliedschaft vergibt;
- der Artikelnummer, die das Unternehmen selbst festlegt;
- der Prüfziffer, berechnet aus den vorangehenden 12 Ziffern.
Um über Handelsketten und viele Onlineplattformen zu verkaufen, müssen die Nummern über GS1 auf Ihr Unternehmen registriert sein. Willkürlich erzeugte Nummern können mit fremden Produkten übereinstimmen und an der Kasse Probleme verursachen. Interne Codes für den eigenen Laden können ein anderes Format haben, etwa Code 128, für den externen Handel ist aber EAN-13 der Standard.
Ein Barcode pro Variante
Jede Größe und jede Farbe eines Modells ist ein eigener Artikel mit eigenem Barcode. Ein Hemd in 3 Farben und 5 Größen braucht 15 verschiedene Barcodes. Bei der Bestellung von Hängeetiketten wird daher eine Tabelle vorbereitet, in der jede Zeile eine Variante mit Nummer und Etikettenmenge ist.
| Modell | Farbe | Größe | EAN-13 | Anzahl Etiketten |
|---|---|---|---|---|
| Hemd 101 | weiß | S | Nummer von GS1 | laut Auftrag |
| Hemd 101 | weiß | M | Nummer von GS1 | laut Auftrag |
| Hemd 101 | blau | S | Nummer von GS1 | laut Auftrag |
Barcode auf dem Etikett: Größe, Farbe und Ruhezonen
Größe
Der Standard erlaubt eine Skalierung des EAN-13 in bestimmten Grenzen um die Nenngröße, bei der das Symbol samt Ziffern etwa 37 mm breit und etwa 26 mm hoch ist. Eine Verkleinerung unter das empfohlene Minimum verringert die Lesesicherheit. Auf dem Hängeetikett wird der Barcode meist nahe der Nenngröße platziert. Kürzen Sie nicht die Strichhöhe, um Platz zu sparen – auch das erschwert das Scannen.
Farbe
- Am zuverlässigsten ist Schwarz auf Weiß.
- Dunkelblau oder Dunkelgrün auf Weiß wird ebenfalls gelesen.
- Rote, gelbe und orangefarbene Striche können die meisten Scanner, die mit rotem Licht arbeiten, nicht lesen.
- Auf Kraft-, grauem oder farbigem Karton legen Sie ein weißes Feld unter den Barcode.
- Drucken Sie den Barcode nicht mit Folie oder Lack – die Reflexion stört den Scanner.
Ruhezonen (Quiet Zone)
Auf beiden Seiten des Barcodes muss eine freie, helle Fläche ohne Text und Grafik bleiben. Bei EAN-13 in Nenngröße sind das einige Millimeter links und etwas weniger rechts. Ragen Grafik oder Etikettenkante in diese Zone, erkennt der Scanner Anfang und Ende des Codes nicht.
Wo der Barcode auf dem Hängeetikett sitzt
- Auf der Rückseite unten – dort stört er das Design nicht und ist an der Kasse leicht erreichbar.
- Waagerecht, parallel zur längeren Seite, wenn das Etikett breit ist, oder senkrecht bei sehr schmalen Etiketten.
- Entfernt von Loch, Falzen, Prägung und Kante.
- Nicht auf dem Preisfeld, wenn dort ein Aufkleber hinkommt.
Hat das Etikett eine Sonderform, prüfen Sie, ob der Barcode in die rechteckige Innenfläche passt. Weitere Formvarianten finden Sie bei den Hängeetiketten.
Barcode auf dem Hänge- oder dem eingenähten Etikett
Das Hängeetikett ist der Hauptort für den Barcode, weil es an der Kasse gescannt wird. Manche Marken setzen den Barcode zusätzlich auf ein eingenähtes Etikett in der Naht – so lässt sich der Artikel auch nach Entfernen des Hängeetiketts identifizieren, etwa bei Retouren. Meist ist das das Pflegeetikett, das ohnehin Angaben zu Material und Pflege trägt. Sehen Sie sich die Pflegeetiketten an, wenn Sie eine solche Lösung suchen.
So bereiten Sie die Barcodes für den Druck vor
- Exportieren Sie die Nummern aus dem Warenwirtschaftssystem in eine Tabelle – ohne manuelles Abtippen.
- Prüfen Sie die Prüfziffer jeder Nummer.
- Erzeugen Sie die Barcodes als Vektorobjekte oder überlassen Sie die Erzeugung der Druckerei über variable Daten.
- Drucken Sie einen Probebogen in Originalgröße und scannen Sie jeden Typ mit einem einfachen Handscanner oder einer App.
- Vergleichen Sie die gescannte Nummer mit dem Text unter dem Barcode sowie mit Größe und Farbe des Etiketts.
Barcode und QR-Code auf einem Etikett
Der QR-Code ersetzt den EAN-13 an der Kasse nicht, kann aber daneben stehen und zu einer Produktseite, einem Video oder Materialinformationen führen. Trennen Sie beide Codes deutlich, damit nicht der falsche gescannt wird. Ist wenig Platz, setzen Sie den QR-Code auf die Vorderseite oder auf ein separates Etikett.
Ordnung der Etiketten in der Produktion
Wenn jede Größe und Farbe ein eigenes Etikett hat, ist das Risiko einer Verwechslung real. Lassen Sie die Etiketten nach Varianten verpacken – ein eigenes Bündel oder einen eigenen Beutel pro Barcode, beschriftet mit Modell, Farbe und Größe. Bringen Sie die Etiketten in derselben Reihenfolge an, in der die Kleidung genäht und sortiert wird, und prüfen Sie stichprobenartig die gescannte Nummer gegen das eingenähte Größenetikett.
Häufige Fehler
- Verkleinerter Barcode, den die Kasse nicht beim ersten Versuch liest.
- Barcode auf dunklem Grund oder in heller Farbe.
- Vertauschte Etiketten – Barcode für Größe M an Größe L.
- Nicht registrierte Nummern, die mit anderen Produkten übereinstimmen.
Etiketten mit Barcode von Polkom
Polkom fertigt Hängeetiketten aus Karton nach Maß mit aufgedruckten Barcodes und weiteren variablen Daten – Größe, Farbe, Preis – nach Ihrer Tabelle. Wir prüfen die Datei und senden vor der Auflage ein Muster. Die Mindestmengen hängen vom Artikel ab. Senden Sie eine Anfrage mit Design und Artikelliste.










