Gutes Design eines Bekleidungsetiketts beginnt mit einer klaren Hierarchie: Das Logo dominiert die Vorderseite, die praktischen Informationen stehen auf der Rückseite in lesbarer Schrift. Verwenden Sie zwei bis drei Farben aus dem Markenauftritt, genügend Weißraum und eine Veredelung als Akzent. Bereiten Sie vor dem Druck eine Vektordatei mit Beschnitt, Sicherheitszonen und separaten Ebenen für Stanzung, Folie und Lack vor.
Design von Bekleidungsetiketten: womit Sie beginnen
Bevor Sie das Grafikprogramm öffnen, beantworten Sie einige Fragen. Sie bestimmen Format, Material und Inhalt:
- Welche Preisposition hat die Marke, und was soll das Etikett vermitteln – Luxus, Erschwinglichkeit, Natürlichkeit, Technologie?
- Wo wird verkauft – eigener Laden, Handelsketten, online? Gibt es Vorgaben von Händlern?
- Welche Informationen sind Pflicht, was ist Marketing?
- Ein Etikett für die ganze Marke oder verschiedene für einzelne Linien?
- Wie hoch ist das Budget für Veredelungen wie Folie, Prägung und Kaschierung?
Hierarchie der Informationen
Der Käufer betrachtet das Etikett wenige Sekunden. In dieser Zeit muss er die Marke erkennen und Preis und Größe sehen. Alles andere ist Bonus.
- Ebene 1 – die Marke. Das Logo ist das größte Element auf der Vorderseite.
- Ebene 2 – die Kaufentscheidung. Preis und Größe auf der Rückseite, in größerer Schrift als die übrigen Angaben.
- Ebene 3 – Identifikation. Modell, Farbe, Artikelnummer, Barcode.
- Ebene 4 – Geschichte. Botschaft, QR-Code, Materialinformationen.
Schriften
- Verwenden Sie höchstens zwei Schriften – eine für die Marke, eine für die Angaben.
- Angaben sollten im Druck mindestens 6–7 Punkt groß sein. Darunter ist Text schwer lesbar, besonders auf strukturierten Kartons.
- Dünne Schriften verschwinden im Negativ (weiße Schrift auf dunklem Grund) und auf Kraftkarton. Wählen Sie einen kräftigeren Schnitt.
- Prüfen Sie, ob die Schrift alle Zeichen der Etikettensprache unterstützt – etwa Umlaute oder Kyrillisch –, sonst ersetzt das Programm Buchstaben durch eine andere Schrift.
- Wandeln Sie den Text in der Druckdatei in Pfade um oder betten Sie die Schriften ins PDF ein.
Farben
Das Etikett soll die Markenfarben tragen, doch der Druck auf Karton hat seine Grenzen. Das Logo von der Website ist in RGB und wirkt am Bildschirm leuchtender als auf Papier. Für den Druck verwenden Sie CMYK oder Pantone, und bei einer Unternehmensfarbe fordern Sie einen Andruck an.
- Nicht mehr als zwei bis drei Farben plus Schwarz für den Text.
- Ist der Karton farbig oder Kraft, testen Sie, wie die Farben darauf wirken.
- Ein dunkler Grund erfordert deckende Techniken für helle Elemente – Weißdruck oder Folie.
Weißraum und Komposition
Der häufigste Fehler ist der Versuch, alles auf ein kleines Etikett zu bringen. Weißraum macht das Etikett hochwertiger und lesbarer. Passen die Informationen nicht, vergrößern Sie das Format, nutzen Sie die Rückseite effektiver oder wählen Sie ein gefalztes Etikett. Richten Sie die Elemente an einer gemeinsamen Achse aus und verwenden Sie ein Raster – besonders, wenn Sie Etiketten in mehreren Größen haben.
Veredelungen als Teil des Designs
Veredelungen sollten im Design geplant und nicht am Ende hinzugefügt werden. Eine gut gewählte Veredelung wirkt stärker als drei gleichzeitig.
- Folie – für das Logo oder einen feinen Rahmen.
- Prägung – für ein vereinfachtes Logo oder Symbol.
- Partieller UV-Lack – für Matt-Glanz-Kontrast.
- Sonderform – wenn die Form selbst ein wiedererkennbares Zeichen ist.
Vorbereitung der Druckdatei
| Anforderung | Empfehlung |
|---|---|
| Format | Druck-PDF, AI oder EPS |
| Farben | CMYK oder angegebene Pantone-Codes |
| Beschnitt (Bleed) | 2–3 mm an allen Seiten |
| Sicherheitszone | mindestens 3 mm vom Rand und um das Loch |
| Bilder | etwa 300 dpi in Originalgröße |
| Schriften | in Pfade umgewandelt oder eingebettet |
| Veredelungen | separate Ebenen oder Sonderfarben: Stanzung, Folie, Lack, Prägung |
| Beidseitiger Druck | Vorder- und Rückseite als separate Seiten in einer Datei |
Häufige Fehler beim Design von Hängeetiketten
- Logo als Rastergrafik in niedriger Auflösung – die Kanten sind gezackt, Folie und Prägung unmöglich.
- Text bis zur Kante – beim Stanzen wird ein Teil der Buchstaben abgeschnitten.
- Loch auf dem Logo oder Text rund um das Loch.
- Andere Optik als das eingenähte Etikett – andere Schrift, andere Farbe, anderes Logo.
- Barcode in Farbe oder auf Muster – lässt sich nicht scannen.
- Freigabe nur am Bildschirm – Farbe und Proportionen wirken auf echtem Karton anders.
- Keine Rechtschreibprüfung – ein Fehler im Slogan wird auf die gesamte Auflage gedruckt.
Etiketten in mehreren Größen und für mehrere Linien
Hat die Marke eine Hauptlinie, eine Premiumlinie und eine Kinderkollektion, müssen Sie nicht drei völlig verschiedene Etiketten entwerfen. Nutzen Sie ein gemeinsames System: dasselbe Raster, dieselben Schriften und dieselbe Logoposition, und unterscheiden Sie die Linien durch Kartonfarbe, Veredelung oder Form. So erkennt der Käufer die Marke sofort, sieht aber auch den Unterschied zwischen den Linien. Dasselbe gilt für Etiketten in zwei Größen – gestalten Sie das kleine als Adaption des großen, nicht als verkleinerte Kopie, damit der Text lesbar bleibt.
Konsistenz mit den übrigen Etiketten
Das Hängeetikett ist Teil eines Systems: eingenähtes Markenetikett, Pflegeetikett, Verpackung. Verwenden Sie überall dasselbe Logo, dieselbe Schrift und Palette. Am besten entwerfen Sie das Hängeetikett gleichzeitig mit dem Webetikett für den Nacken, damit sie wie eine Familie wirken. Sehen Sie sich auch die Möglichkeiten für Form und Veredelung bei den Hängeetiketten an.
Hilfe beim Design von Polkom
Polkom fertigt Hängeetiketten aus Karton nach Maß und prüft jede Datei vor dem Druck. Haben Sie nur ein Logo, schlagen wir Ihnen passendes Format, Material und Veredelung vor, und vor der Auflage erhalten Sie ein Muster zur Freigabe. Die Mindestmengen hängen vom Artikel ab. Senden Sie eine Anfrage mit Logo und Beschreibung der Marke.










