Das Design für ein Webetikett wird als Vektordatei in Originalgröße vorbereitet, mit in Pfade umgewandelten Schriften, Farben nach Pantone und klar markierten Naht- und Falzrändern. Je vollständiger die Datei, desto schneller entsteht das technische Design für den Webstuhl und desto näher kommt das Muster der Idee. Im Folgenden die praktische Checkliste.
Design für das Webetikett – was die Datei enthalten muss
- Logo und Texte im Vektorformat.
- Kontur des Etiketts in Originalgröße.
- Markierte Falzlinien und Nahtzonen.
- Farben mit Pantone-Codes.
- Hinweis zu Webart, Schnitt und Falzung, falls bereits entschieden.
Dateiformat
| Format | Geeignet? | Hinweis |
|---|---|---|
| AI, EPS | ja | bevorzugt; Schriften in Pfaden |
| PDF (Vektor) | ja | aus einem Vektorprogramm exportiert, nicht gescannt |
| SVG | ja | prüfen, dass keine eingebetteten Rasterbilder enthalten sind |
| PNG, JPG | bedingt | nur in hoher Auflösung; das Design wird neu gezeichnet |
| Screenshot, Handyfoto | nein | nur zur Orientierung, nicht für die Produktion |
Größe: arbeiten Sie im Maßstab 1:1
Der häufigste Fehler ist ein für den Bildschirm entworfenes Logo, das dann auf Etikettengröße „schrumpft“. Zeichnen Sie die Etikettenkontur in Millimetern und setzen Sie das Logo in Originalgröße hinein. So sehen Sie sofort, ob der Text lesbar ist. Wird das Etikett gefalzt, zeichnen Sie die Gesamtlänge und die Falzlinien ein, damit klar ist, welcher Teil sichtbar bleibt.
Ränder und Sicherheitszone
Lassen Sie einen freien Rand zwischen Logo und Etikettenkanten. Bei gefalzten Enden geht durch den Umschlag ein Teil der Länge verloren, und beim Annähen rundum verläuft die Naht einige Millimeter vom Rand. Das Logo darf diese Zonen nicht berühren. Sicher ist ein freier Rand von mindestens einigen Millimetern je Seite; der Hersteller nennt den genauen Wert je nach Falzung.
Schriften und Linien
- Wandeln Sie Schriften in Pfade um – sonst kann die Datei mit einer anderen Schrift geöffnet werden.
- Vermeiden Sie sehr dünne Schriften – feine Striche verschwinden beim Weben.
- Prüfen Sie die Serifen – feine Serifen gehen bei Standardwebung verloren; nutzen Sie bei Bedarf hohe Auflösung.
- Verwenden Sie keine Schriftkontur statt eines fetteren Schnitts – eine dünne Kontur reißt ab.
- Sperren Sie die Buchstaben – bei eng stehenden Buchstaben können sich die Zwischenräume schließen.
Farben
Legen Sie jede Farbe als Pantone-Volltonfarbe fest, ohne Transparenzen und Verläufe. Geben Sie auch die Hintergrundfarbe an – sie ist ebenfalls eine Etikettenfarbe. Haben Sie kein Pantone, senden Sie ein physisches Muster. Verlassen Sie sich nicht auf RGB- oder HEX-Codes, denn sie beschreiben Licht am Bildschirm, nicht Garn.
Etikettenversion des Logos
Hat Ihre Marke ein komplexes Logo, lohnt sich eine eigene „Etikettenversion“ – so wie viele Marken ein eigenes Icon für soziale Medien haben. Diese Version ist vereinfacht: dickere Linien, weniger Elemente, kein kleiner Slogan, manchmal nur die Initialen oder das Zeichen ohne Namen. Sie wird auf Webetiketten, Aufnähern, Metallplatten und Stickerei verwendet – überall, wo die Größe klein ist und die Technologie keine feinen Details erlaubt.
Arbeiten Sie mit einem Designer, nennen Sie ihm die reale Etikettengröße und bitten Sie ihn, das Logo auf einem 1:1-Ausdruck zu prüfen. Ist der Text auf Papier schwer lesbar, wird er auf dem Gewebe noch schwerer lesbar sein. Diese einfache Prüfung dauert eine Minute und erspart ein unbrauchbares Muster.
Doppelseitige Etiketten und Rückseite
Bei mittig gefalzten Etiketten können beide Hälften unterschiedlichen Inhalt haben – Logo auf der einen, Website oder „Made in“ auf der anderen Seite. Zeichnen Sie beide Seiten und geben Sie an, welche die Vorderseite ist. Bedenken Sie, dass die Rückseite eines Webetiketts eine gespiegelte, „negative“ Version des Motivs zeigt – das ist normal und kein Mangel.
Checkliste vor dem Versand
- Vektordatei, Schriften in Pfaden.
- Etikettenkontur in Originalgröße in Millimetern.
- Falzlinien und Sicherheitsränder.
- Pantone-Codes für alle Farben, auch den Hintergrund.
- Minimaler Text, im Maßstab 1:1 geprüft.
- Webart, Schnitt und Falzung (oder Bitte um Empfehlung).
- Ungefähre Menge und Anzahl der Varianten.
Häufigste Probleme in eingesandten Dateien
- Logo als Rasterbild in ein PDF eingefügt – es wirkt vektoriell, ist es aber nicht.
- Fehlende Schrift, beim Öffnen automatisch ersetzt.
- Farben in CMYK, die nicht dem Marken-Pantone entsprechen.
- Logo in Plakatgröße, ohne dass die reale Etikettengröße klar ist.
- Mehrere Logoversionen ohne Angabe, welche final ist.
Jedes dieser Probleme verlängert die Vorbereitung, weil es zusätzliche Korrespondenz erfordert. Eine kurze Prüfung vor dem Versand spart Tage.
Varianten und Serien
Planen Sie mehrere Varianten – verschiedene Grundfarben, eine Kinderlinie, ein eigenes Etikett für Accessoires –, legen Sie sie in einer Datei an, jede auf einer eigenen Zeichenfläche mit klarem Namen. So kann der Hersteller alle auf einmal bewerten, und Sie können die Muster gleichzeitig bestellen. Entwerfen Sie in derselben Datei am besten auch das Pflegeetikett und das Hängeetikett, um den einheitlichen Stil zu prüfen.
Was Sie vom Hersteller erhalten
Nach Eingang der Datei erstellt der Hersteller das technische Webdesign und sendet bei Bedarf eine Visualisierung mit vorgeschlagenen Korrekturen: verstärkte Linien, vergrößerter Text, zusammengefasste Farben. Prüfen Sie diese Korrekturen sorgfältig – sie sind der Grund, warum das Etikett in Originalgröße gut aussieht. Nach der Freigabe wird ein Muster gefertigt.
Hilfe beim Design von Polkom
Haben Sie keine fertige Datei, kann Polkom Ihr Logo für die Webung anpassen. Als Hersteller von Webetiketten mit über 30 Jahren Erfahrung wissen wir, welche Details auf dem Webstuhl bestehen und welche nicht. Senden Sie eine Anfrage mit Ihrem Logo, und wir schicken Ihnen einen Vorschlag.











