Etiketten an Kleidung sitzen an etablierten Stellen: Marken- und Größenetikett im hinteren Kragen oder unter dem Bund, das Pflegeetikett in der linken Seitennaht und äußere Zeichen wie das Lederetikett am Bund, an der Tasche oder am Saum. Die Position wird so gewählt, dass das Etikett leicht zu finden ist, die Haut nicht reizt und den Schnitt nicht stört. Unten finden Sie die Aufteilung nach Artikelarten.
Etiketten an Kleidung: Grundregeln
- Sichtbarkeit. Der Käufer muss Marke und Größe schnell finden – daher sitzen sie im Kragen oder Bund.
- Zugänglichkeit. Die Zusammensetzung muss dauerhaft und zugänglich sein – das Pflegeetikett wird innen in die Naht genäht, wo es nicht stört, aber lesbar ist.
- Komfort. Steife Etiketten kommen nicht dorthin, wo das Kleidungsstück eng anliegt – an den Hals oder bei Wäsche an die Taille.
- Festigkeit. Das Etikett wird in eine Naht gefasst und nicht nur an eine Lage dünnen Stoffs, damit es nicht ausreißt.
- Konsequenz. In der ganzen Kollektion sitzen die Etiketten an denselben Stellen.
Tabelle: wo welches Etikett sitzt
| Artikel | Markenetikett | Größe | Pflegeetikett | Äußeres Zeichen |
|---|---|---|---|---|
| T-Shirt, Bluse | Hinterer Kragen | Unter dem Markenetikett | Linke Seitennaht | Fahnenetikett am Saum oder Ärmel |
| Hemd | Hinterer Kragen oder Passe | Neben dem Markenetikett | Linke Seitennaht | Selten – kleines Etikett an der Brusttasche |
| Jeans, Hosen | Innenbund hinten | Innenbund | Innennaht oder Taschenbeutel | Lederetikett am hinteren Bund |
| Rock, Kleid | Hinterer Kragen oder Bund | Neben dem Markenetikett | Linke Seitennaht | Optional |
| Jacke, Mantel | Futter unter dem Kragen | Unter dem Markenetikett | Innennaht des Futters | Etikett an Ärmel oder Tasche |
| Wäsche, Sportbekleidung | Bund oder Seitennaht | Mit dem Pflegeetikett | Seitennaht | Meist keines |
| Mütze | Innenband | Innenband | Innenband | Leder- oder Webetikett vorne oder seitlich |
Die genannten Stellen sind gängige Praxis in der Bekleidungsindustrie, keine gesetzliche Vorgabe. Die Verordnung verlangt, dass die Zusammensetzung dauerhaft, lesbar und zugänglich ist, legt aber die genaue Stelle nicht fest.
Das Markenetikett
Klassisch wird es mit Mittenfalz in die Naht des hinteren Kragens gefasst oder an den Kanten auf der Kragen-Innenseite angenäht. Hat der Kragen ein Nackenband, kann das Etikett darauf genäht werden. Bei Kleidung mit hohem Kragen oder Kapuze sitzt das Etikett tiefer, damit es nicht herausschaut. Bei Mänteln wird es oft auf das Futter unter dem Kragen an allen vier Seiten genäht – so ist es gut sichtbar, wenn das Kleidungsstück am Bügel hängt.
Das Größenetikett
Es wird meist in dieselbe Naht wie das Markenetikett gefasst – darunter oder daneben. Manche Marken kombinieren die Größe mit dem Pflegeetikett, besonders bei Wäsche, um die Zahl der Etiketten im Nackenbereich zu verringern.
Das Pflegeetikett
Die etablierte Stelle ist die linke Seitennaht (am getragenen Kleidungsstück), einige Zentimeter über dem Saum. Das Etikett ist mittig gefalzt und so in die Naht gefasst, dass es frei nach innen hängt. Bei Hosen sitzt es oft in der Naht des Taschenbeutels oder der Innennaht des Bundes. Mehr zum Inhalt finden Sie bei den Pflegeetiketten.
Leder- und Außenetiketten
Lederetiketten werden außen angenäht, meist rechts am hinteren Bund der Jeans, an der Tasche einer Jacke oder am Rand einer Mütze. Sie werden am Rand entlang oder durch Perforationen genäht, daher sind passendes Garn und Stichlänge wichtig. Beispiele finden Sie bei den Lederetiketten. Fahnenetiketten – kleine gefalzte Etiketten – werden in Seitennaht oder Saum gefasst und zeigen die Marke dezent nach außen.
Etiketten an Heimtextilien und Accessoires
Die Prinzipien gelten auch außerhalb der Bekleidung. Bei Bettwäsche werden Pflege- und Markenetikett meist in die Naht einer Ecke oder neben der Bezugsöffnung gefasst. Bei Handtüchern wird das Etikett in den Saum einer Schmalseite genäht, oft als Aufhängeschlaufe. Bei Taschen sitzt das Innenetikett am Futter oder an der Innentasche, das äußere Zeichen – aus Leder oder Metall – auf der Klappe oder Vorderseite. In allen Fällen gelten dieselben Regeln: Das Etikett ist leicht auffindbar, fest angenäht und stört die Nutzung nicht.
Wie Etiketten angenäht werden
- In die Naht gefasst. Das mittig gefalzte Etikett wird zwischen zwei Stofflagen gelegt und mit der Naht vernäht. Schnell und fest.
- An den Enden. Ein Etikett mit Endfalz wird mit zwei kurzen Nähten links und rechts angenäht.
- Am Rand entlang. Ein gerades Etikett wird an allen vier Seiten angenäht – für Futter und Lederetiketten.
- Als Schlaufe. Das Etikett wird zur Schlaufe gelegt und in eine Naht gefasst – praktisch zum Aufhängen.
Häufige Fehler bei der Platzierung
- Das Kragenetikett ist zu groß und beim Tragen sichtbar.
- Das Pflegeetikett sitzt bei einem Modell in der rechten, beim anderen in der linken Naht – inkonsequent.
- Ein Etikett, das nur an eine dünne Stofflage genäht ist und ausreißt.
- Eine steife Etikettenkante, die bei Wäsche die Haut berührt.
- Ein Lederetikett, mit einem Garn angenäht, das anders einläuft als der Stoff.
Alle Etikettenarten finden Sie in der Kategorie Etiketten für Kleidung.
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