Taft-Etiketten werden aus einem dichten Polyesterband mit glatter, matter Oberfläche und leicht papierartigem Griff gefertigt. Taft nimmt den Druck hervorragend an, schrumpft nicht, franst bei richtigem Schnitt nicht aus und übersteht viele Wäschen. Deshalb ist Taft die verbreitetste Basis für Pflegeetiketten und Etiketten mit viel Text in der Massenproduktion von Bekleidung.
Was Taft für Etiketten ist
Taft ist ein Gewebe mit einfacher, dichter Bindung. Für Etiketten wird Polyester-Taft verwendet, oft ein- oder beidseitig beschichtet, wodurch die Oberfläche glatt und bedruckbar wird. Die Beschichtung ist der Grund, warum Taft matt wirkt und steifer ist als Satin. Gerade diese Steifigkeit sorgt für eine klare, scharfe Grafik beim Druck – die Buchstaben verlaufen nicht entlang der Fäden.
Arten von Taft
- Standard-Taft – steifer, wirtschaftlich, für Pflegeetiketten in der Seitennaht.
- Soft-Taft – speziell ausgerüstet, flexibler und angenehmer im Griff, auch für Stellen näher an der Haut geeignet.
- Weiß und farbig – meist weiß oder schwarz, aber auch in anderen Farben erhältlich.
Etiketten aus Taft und Satin: ein Vergleich
| Eigenschaft | Taft | Satin |
|---|---|---|
| Oberfläche | Matt, glatt | Glänzend, rutschig |
| Weichheit | Steifer (Soft-Taft ist ein Kompromiss) | Sehr weich |
| Lesbarkeit kleiner Schrift | Hervorragend | Sehr gut |
| Handhabung beim Nähen | Rutscht nicht | Rutscht |
| Typischer Einsatz | Pflegeetiketten, Etiketten mit vielen Angaben | Markenetikett, Wäsche, Kinderbekleidung |
| Optik | Technisch, funktional | Elegant |
Die Wahl ist keine Frage von „besser“ oder „schlechter“, sondern von Position und Funktion. Viele Marken verwenden Satin für das Markenetikett im Nacken und Taft für das Pflegeetikett in der Seitennaht.
Warum Taft Standard für Pflegeetiketten ist
Das Pflegeetikett trägt Pflichtangaben – Faserbezeichnungen und deren Prozentanteile gemäß Verordnung (EU) 1007/2011, Pflegesymbole nach ISO 3758, oft auch Ursprungsland, Artikelnummer und Charge, manchmal in mehreren Sprachen. Das bedeutet viel kleinen Text auf kleiner Fläche. Taft hat drei Eigenschaften, die diese Aufgabe erleichtern:
- scharfer, gut lesbarer Druck kleiner Schriften und Symbole;
- stabile Maße – schrumpft nicht und verzieht sich nach der Wäsche nicht;
- gut geeignet für mehrseitige Etiketten, die wie ein Büchlein gefaltet werden.
Weichheit: der wichtigste Einwand
Die häufigste Kritik an Taft ist, dass er steif ist und raschelt. Das stimmt für Standard-Taft, besonders bei großen Etiketten mit vielen Seiten. Es gibt mehrere Lösungen:
- Wahl von Soft-Taft;
- Platzierung des Pflegeetiketts in der Seitennaht, tiefer, statt im Nacken;
- weniger Seiten und ein kompakteres Layout;
- Ultraschallschnitt der Kanten;
- Ersatz durch Satin bei Artikeln, die direkt auf der Haut getragen werden.
Druck auf Taft
Taft wird meist im Thermotransferdruck mit einem textiltauglichen Farbband bedruckt oder mit anderen Etikettendruckverfahren. Beim Thermotransferdruck kann jede Charge unterschiedliche Daten erhalten – Größe, Nummer, Charge – ohne neue Vorbereitung. Daher eignet sich Taft für Etiketten mit variablen Daten. Details zu den Technologien finden Sie im Bereich bedruckte Etiketten.
Waschbeständigkeit
Die Polyesterbasis verträgt hohe Waschtemperaturen und intensive Zyklen. Deshalb wird Taft auch für Berufsbekleidung, Uniformen und Heimtextilien eingesetzt. Wie lange die Information erhalten bleibt, hängt von der Kombination aus Taft und Druck ab. Bei Anforderungen an industrielle Wäsche geben Sie Temperatur und Waschmittel an, damit ein Muster unter realen Bedingungen getestet werden kann.
Maße und Faltung
Taft-Etiketten werden von einem Band in der gewählten Breite auf die benötigte Länge geschnitten. Für Pflegeetiketten verwendet man meist eine Mittelfaltung mit Einnähen in die Seitennaht oder ein mehrseitiges Etikett, das an einer Seite eingenäht wird. Lassen Sie im Bereich, der in die Naht kommt, einen Rand ohne Text, damit keine Information verloren geht.
Fehler bei der Bestellung von Taft-Etiketten
- Standard-Taft im Nacken eines T-Shirts – die Kunden schneiden ihn heraus.
- Zu viele Sprachen auf einem Etikett – die Schrift wird unleserlich.
- Kein Nahtrand vorgesehen.
- Mehrseitiges Etikett so eingenäht, dass sich die Seiten nicht öffnen lassen.
Wann Sie keinen Taft wählen sollten
Bei feiner Wäsche, Babybodys oder eng anliegenden Sporttops ist Taft selten die richtige Wahl, selbst als Soft-Variante. Dort ist jede Kante spürbar. Das gilt auch für Luxuskollektionen, bei denen das Markenetikett edel wirken soll – die matte, technisch wirkende Oberfläche vermittelt dann nicht das gewünschte Gefühl. In diesen Fällen sind Satin oder ein Webetikett besser geeignet, und Taft bleibt für die Innenangaben in der Seitennaht.
Layout eines mehrseitigen Taft-Etiketts
Passen die Angaben nicht auf eine Seite, wird das Etikett als Büchlein gefertigt – mehrere Seiten, gefaltet und mit der Oberkante in die Naht eingenäht. Ordnen Sie den Inhalt logisch: auf der ersten Seite Marke, Größe und Zusammensetzung in der Landessprache; auf den folgenden die Übersetzungen in andere Sprachen; auf der letzten die Pflegesymbole, das Ursprungsland und die Artikelnummer. Verwenden Sie auf allen Seiten dieselbe Schrift und Anordnung, damit es sich leicht lesen lässt. Eine Seitennummerierung hilft der Näherei, die die Etiketten faltet und annäht. Je weniger Seiten, desto weicher das Etikett – prüfen Sie daher vor der Bestellung, ob alle Sprachen für Ihre Absatzmärkte wirklich nötig sind.
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