Bei der Wahl der Farben von Lederetiketten entscheiden Sie auf zwei Ebenen: Farbe des Leders selbst und Farbe des Logos. Klassische Töne sind Natur, Cognac, Braun, Dunkelbraun und Schwarz, während bei Kunstleder nahezu alle Farben möglich sind – Grau, Beige, Dunkelblau, Bordeaux, Grün und leuchtende Nuancen. Die richtige Wahl hängt von der Stofffarbe, der Beschichtung der Metallaccessoires und dem Stil der Marke ab.
Farben von Lederetiketten: die klassische Palette
| Farbe des Leders | Charakter | Geeignet für |
|---|---|---|
| Natur (helles Beige) | Frisch, handwerklich, dunkelt mit der Zeit nach | Heller Denim, Leinen- und Baumwollartikel |
| Cognac / Karamell | Warm, vintage | Klassischer blauer Denim, Jacken, Taschen |
| Mittleres Braun | Universell, traditionell | Fast alle Denimfarben, Arbeitskleidung |
| Dunkelbraun | Solide, zurückhaltend | Dunkler Denim, Winterkollektionen |
| Schwarz | Modern, minimalistisch | Schwarzer und grauer Denim, urbaner Stil |
| Grau, Graphit | Sauber, zeitgemäß | Graue Strickwaren, Sportbekleidung |
| Farbiges Kunstleder | Knallig, wiedererkennbar | Kinderbekleidung, Sport- und Saisonkollektionen |
Wie die Stofffarbe die Etikettenfarbe bestimmt
Es gibt zwei Ansätze – Kontrast und Ton-in-Ton.
Kontrast
Helles Etikett auf dunklem Stoff oder dunkles Etikett auf hellem Stoff. Das Etikett ist aus der Entfernung sichtbar und wird zum aktiven Designelement. Ein klassisches Beispiel ist Cognac-Leder auf dunkelblauem Denim.
Ton-in-Ton
Etikett in einer Farbe, die dem Stoff nahekommt – Schwarz auf Schwarz, Grau auf Grau. Das Ergebnis ist dezent und elegant; das Logo ist vor allem durch Prägung aus der Nähe sichtbar. Geeignet für minimalistische und Premium-Marken.
Logo-Farbe
Das Logo kann eine eigene Farbe haben oder im Lederfarbton bleiben.
- Ohne Farbe (Blindprägung) – das Logo ist durch Relief und Schatten sichtbar. Elegant, erfordert aber eine ausreichend tiefe Prägung.
- Hitzedunkelung oder Laser – bei Naturleder ist das Logo dunkler als der Hintergrund. Natürlicher, warmer Kontrast.
- Folienprägung – Gold, Silber, Kupfer, Roségold oder pigmentierte Farben. Maximaler Kontrast auf dunklem Leder.
- Farbdruck – Logo in der Markenfarbe, auch Weiß auf Schwarz.
Abstimmung mit Metallzubehör
Das Etikett steht selten allein – daneben sind Knöpfe, Nieten, Reißverschluss und Ösen. Die Farbe des Leders und der Folie sollte mit der Beschichtung der Metallteile harmonieren:
| Beschichtung der Metallaccessoires | Passende Lederfarbe | Passende Folienfarbe |
|---|---|---|
| Antik-Messing, Bronze | Cognac, Braun, Natur | Kupfer, mattes Gold |
| Altnickel, Silber | Schwarz, Grau, Dunkelbraun | Silber |
| Schwarznickel, oxidiert | Schwarz, Graphit | Silber oder ohne Folie |
| Gold, glänzendes Messing | Schwarz, Dunkelblau, Bordeaux | Gold |
Wenn Etikett und Metallknöpfe vom gleichen Hersteller stammen, ist die Tonabstimmung viel einfacher – Muster werden gemeinsam gefertigt und verglichen.
Naturleder: Farbe verändert sich mit der Zeit
Natürliches und helles pflanzlich gegerbtes Leder dunkelt durch Licht, Tragen und Hautkontakt nach. Nach einigen Monaten wird das Naturetikett kupferbraun. Das ist ein Vorteil für Marken, die ein „lebendiges“ Produkt suchen, aber zu beachten ist: Wenn im Laden Artikel aus verschiedenen Chargen liegen, können die Etiketten leicht unterschiedliche Nuancen haben. Ist ein einheitlicher Farbton wichtig, ist Kunstleder oder ein dunklerer Naturlederton besser geeignet.
Kunstleder: Farbvielfalt
Bei Kunstleder ist die Farbe stabil und vorhersehbar, und die Auswahl ist viel größer. Es kann ein Farbton gewählt werden, der der Markenfarbe nahekommt, und in Saisonkollektionen verwendet werden – Pastelltöne für Frühling, dunkle und satte Farben für den Winter. Achten Sie auch auf die Oberfläche: matt, glänzend, glatt oder strukturiert – das beeinflusst ebenfalls die Farbwahrnehmung. Matte Oberflächen wirken natürlicher, glänzende moderner und künstlicher.
Farbe und Saisonalität der Kollektion
Wenn Ihre Marke mehrere saisonale Kollektionen pro Jahr herausbringt, überlegen Sie einen festen „Marken“-Farbton für das Etikett und ein bis zwei saisonale Varianten. Die Prägematrize ist für alle Lederfarben gleich, daher erfordert eine neue Farbe meist keine neuen Werkzeuge.
Fadenfarbe
Der Faden, mit dem das Etikett angenäht wird, ist Teil der Farbgestaltung. Ton-in-Ton macht die Naht unsichtbar und betont die Form. Ton-in-Ton mit dem Stoff „integriert“ das Etikett ins Kleidungsstück. Kontrastfaden – zum Beispiel gelb-orange wie bei Jeansnähten – setzt einen handwerklichen Akzent.
Abgestimmtes Erscheinungsbild aller Etiketten
Die Farben des Lederetiketts sollten sich auch in anderen Markenelementen wiederfinden – dem hängenden Papieretikett, dem gewebten Innenetikett und der Verpackung. Zum Beispiel passt Kraftpapier mit braunem Druck zu Cognac-Leder, schwarzes Papier mit Silberdruck zu schwarzem Leder mit Silberfolie.
Praktische Auswahl
- Sammeln Sie ein Stück Stoff, Knopf oder Niete und den Faden des Produkts.
- Fordern Sie Muster von zwei oder drei Lederfarben mit Ihrem Logo an.
- Vergleichen Sie diese bei Tageslicht auf dem Stoff.
- Prüfen Sie die Wirkung aus der Entfernung und aus der Nähe.
- Wählen Sie aus und bewahren Sie das genehmigte Muster als Referenz für zukünftige Bestellungen auf.
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