Ein gesticktes Logo auf Kleidung wird mit einer Stickmaschine direkt mit Garn auf den Stoff gebracht. Damit es sauber aussieht und der Wäsche standhält, braucht es drei Dinge: ein für Stoff und Größe digitalisiertes Design, ein passendes Stickgarn (meist Polyester oder Viskose Nr. 40) und das richtige Stickvlies. Die Mindesthöhe der Buchstaben liegt bei etwa 5 mm, und die Farben werden nach der Farbkarte des Garns gewählt, nicht nach dem Bildschirm.
Gesticktes Logo oder Druck
Stickerei ist bei großer Fläche pro Stück teurer als Druck, aber langlebiger und wirkt hochwertiger. Sie reißt nicht, löst sich nicht ab und verblasst nicht schnell. Deshalb wird sie für Uniformen, Berufsbekleidung, Poloshirts, Caps, Jacken und Firmengeschenke bevorzugt. Druck eignet sich besser für große Motive, fotografische Details und Farbverläufe, die Stickerei nicht wiedergeben kann.
| Kriterium | Stickerei | Druck |
|---|---|---|
| Waschbeständigkeit | Sehr hoch | Abhängig vom Verfahren |
| Wirkung | Plastisch, hochwertig | Flach |
| Große Flächen | Schwer und teuer | Geeignet |
| Feine Verläufe | Begrenzt | Möglich |
| Geeignete Artikel | Poloshirts, Caps, Jacken, Berufsbekleidung, Frottee | T-Shirts, Sweatshirts, Werbeartikel |
Vorbereitung des Designs
Vereinfachen Sie das Logo
Stickerei arbeitet mit Garn, nicht mit Pixeln. Feine Linien unter etwa 1 mm, kleine Öffnungen in Buchstaben und weiche Verläufe gehen verloren. Vor der Digitalisierung sollte der Designer eine vereinfachte Logoversion speziell für die Stickerei vorbereiten – mit dickeren Linien, weniger Farben und größerem Text.
Größe und Position
- Brustlogo auf Polo oder Hemd – meist 7 bis 10 cm breit.
- Cap, Frontpanel – bis etwa 5–6 cm hoch, je nach Form der Cap.
- Ärmel – kleines Logo oder Flagge, meist bis 7–8 cm.
- Jackenrücken – großes Design, aber bedenken Sie, dass große, dichte Stickerei schwer wird.
Digitalisierung
Die Maschinendatei (DST, PES u. a.) ist nicht einfach eine konvertierte Vektordatei. Der Digitalisierer legt Stichart, Richtung, Dichte, Unterlage (Underlay) und den Ausgleich für das Einziehen des Stoffes fest. Dasselbe Logo wird für Piqué, Denim, Frottee oder Cap unterschiedlich digitalisiert. Eine gut digitalisierte Datei ist die halbe Qualität.
Die Wahl des Stickgarns für das Logo
- Polyester Nr. 40 – Standard für Berufsbekleidung, Uniformen, Sportteams und alles, was oft und heiß gewaschen wird.
- Viskose Nr. 40 – sanfter Glanz für Modekollektionen mit schonender Wäsche.
- Nr. 60 – für kleinen Text und feine Details im Logo.
- Metallic-Garne – für Akzente wie Kontur oder Stern, nicht für große Flächen.
Die Markenfarben werden nach Farbkarte gewählt, der Pantone-Code dient als Ausgangspunkt. Das komplette Sortiment finden Sie in der Kategorie Stickgarne.
Stoff und Stickvlies
Jersey (T-Shirts, Polos) dehnt sich, und ohne Stickvlies zieht sich die Stickerei zusammen. Verwendet wird Schneidevlies, das unter der Stickerei bleibt. Für dichte Gewebe (Denim, Köper, Samt) reicht meist Reißvlies. Bei Frottee und Fleece legt man oben eine dünne wasserlösliche Folie auf, damit die Stiche nicht im Flor versinken. Caps erfordern einen speziellen Rahmen und ein festeres Vlies.
Besonderheiten je nach Artikel
Poloshirts und T-Shirts
Jersey ist die häufigste Basis für Firmenlogos. Hier muss die Dichte moderat und die Unterlage gut aufgebaut sein, damit um die Stickerei keine Löcher sichtbar werden. Schwere, dichte Stickerei auf einem dünnen T-Shirt zieht den Stoff zusammen und bildet einen „Krater“ um das Logo.
Caps
Das Frontpanel ist gewölbt, daher wird das Design von der Mitte nach außen gestickt und das Logo in der Höhe begrenzt. 3D-Puff-Stickerei mit Schaumunterlage ist bei Caps beliebt, erfordert aber dickeres Garn und eine speziell digitalisierte Datei.
Jacken und Berufsbekleidung
Hier ist das Logo größer und muss Reibung und Industriewäsche standhalten. Polyester ist Pflicht; bei wasserdichten Jacken bedenken Sie, dass jeder Nadelstich die Membran durchsticht – oft ist ein gesticktes Emblem, das auf die Tasche genäht wird, oder Stickerei nur auf einer Außenlage ohne Membran die bessere Lösung.
Handtücher und Bademäntel
Frottee wird heiß gewaschen, daher wählt man Polyestergarn. Damit die Stickerei nicht in den Schlingen versinkt, wird oben wasserlösliche Folie aufgelegt, und der Unterfaden wird in der Farbe des Oberfadens gewählt, wenn die Rückseite sichtbar ist.
Muster vor der Serie
- Sticken Sie ein Muster auf Originalstoff und -farbe des Kleidungsstücks.
- Prüfen Sie die Lesbarkeit des Textes aus etwa einem Meter Entfernung.
- Waschen Sie das Muster im Programm, das der Kunde verwenden wird.
- Prüfen Sie die Rückseite – sie darf nicht kratzen, besonders bei Kinderkleidung.
- Geben Sie Größe, Position, Farben und Garnnummern schriftlich frei.
Häufige Fehler beim gestickten Logo
- Zu kleiner Text, der verschwimmt.
- Große, dichte Fläche auf dünnem Jersey – das Kleidungsstück verzieht sich.
- Kein Stickvlies bei elastischen Stoffen.
- Farbe nach Bildschirm gewählt, ohne Muster.
- Viskose auf Berufsbekleidung mit Industriewäsche.
- Kein Pflegeetikett, das ein schonendes Waschprogramm für die Stickerei angibt.
Branding innen und außen
Das gestickte Logo außen wird durch Markenetiketten innen ergänzt: ein Webetikett im Nacken, ein Pflegeetikett mit Pflegehinweisen und bei Bedarf ein Hängeetikett für den Verkauf. Verwenden alle Elemente dieselben Firmenfarben, wirkt das Kleidungsstück durchgängig gebrandet.
Polkom – Garne und Etiketten für Ihr Logo
Polkom ist ein bulgarischer Hersteller und Großhändler von Bekleidungszubehör mit über 30 Jahren Erfahrung. Wir beliefern Stickereien und Marken mit Stickgarnen in einer breiten Farbpalette, stimmen Farben nach Pantone oder Vorlage ab und fertigen Etiketten mit Logo nach Maß. Wir senden Muster und liefern in die gesamte EU. Die Mindestmengen hängen vom Artikel ab. Senden Sie Ihre Anfrage über Kontakt.











