Die Breiten von Grobband werden in Millimetern oder Zoll angegeben. Für Bekleidung sind 10, 16, 22 und 25 mm am gebräuchlichsten, für Taschen und Gürtel 38 und 50 mm. Breite Bänder von 70 bis 100 mm dienen als dekorative Gürtel oder Schleifen. Die richtige Breite richtet sich nach der Funktion: Kante, Taille, Hut, Träger oder Verpackung.
Breiten von Grobband – Tabelle in mm und Zoll
Viele Bänder werden nach Zoll-Standards gefertigt, daher finden sich in Katalogen oft Angaben wie 3/8″, 5/8″ oder 7/8″. Die Tabelle zeigt ungefähre Entsprechungen.
| Zoll | mm (ca.) | Typische Verwendung |
|---|---|---|
| 1/4″ | 6–7 | feine Kanten, Wäsche-Details, kleine Schlaufen |
| 3/8″ | 9–10 | Aufhängeschlaufen, schmale Dekorbänder, Etiketten |
| 5/8″ | 15–16 | Kanten bei Kinderbekleidung, Logobänder, kleine Schleifen |
| 7/8″ | 22–23 | Kanten bei Westen und Sakkos, Schleifen, Hüte |
| 1″ | 25 | Bänder für Hüte, innere Taillenbänder, Verpackungen |
| 1½″ | 38 | Träger, Schulterriemen, Taschenkanten, innere Gürtel |
| 2″ | 50 | Gürtel, breite Kanten, Fedora-Bänder |
| 3″ | 75 | dekorative Gürtel, große Schleifen |
| 4″ | 100 | breite Gürtel, Dekoration, Verpackungen |
1 Zoll = 25,4 mm. Aufgrund von Rundungen kann dasselbe Band als 22 oder 23 mm angegeben sein – bei hoher Genauigkeit messen Sie bitte mit einem Messschieber.
Wie wählt man die Breite für Kanten
Beim Kantenband wird das Band längs halbiert und um die Kante gelegt. Die sichtbare Breite der Kante auf jeder Seite ist etwas weniger als die Hälfte der Bandbreite, da ein Teil des Materials in der Falte um die Stoffstärke verschwindet.
- Kante 5 mm – Bandbreite ca. 12–13 mm bei dünnem Stoff;
- Kante 8–10 mm – Bandbreite 20–25 mm;
- Kante 15 mm – Bandbreite ca. 35–38 mm;
- bei dicken Stoffen (Wolle, Daunenjacken) einige Millimeter mehr einplanen.
Verwenden Sie einen Kantenformer (Trichter), sollte die Bandbreite mit der Breite des Formers übereinstimmen.
Breite für innere Taillenbänder
Für die Verarbeitung der Taille bei Röcken oder Hosen werden meist 25–38 mm verwendet. Schmalere Bänder sind unauffälliger und flexibler, breitere halten besser und verhindern das Umknicken der Taille beim Sitzen. Bei taillierten Schnitten empfiehlt sich ein flexibles Taillenband oder ein vorgeformtes Band.
Breite für Hüte
- Außenband für Fedora, Trilby, Canotier – 25–50 mm je nach Kronenhöhe;
- schmale Dekorbänder für Sommerhüte – 10–16 mm;
- innerer Kantenstreifen am Kopf – meist ca. 25–32 mm.
Faustregel: Je höher die Krone und je breiter die Krempe, desto breiter sollte das Band proportional sein.
Breite für Taschen und Accessoires
Für Träger von Textiltaschen und Einkaufstaschen werden 25–50 mm verwendet, für Schulterriemen mit Regulator oder Karabiner muss die Breite zum Innenmaß des Metallzubehörs passen. Messen Sie die Öffnung der Ringe oder Schnallen vor der Bestellung. Für Kanten an Taschen und Kosmetiktaschen empfehlen sich 20–25 mm.
Breite für Verpackungen und Branding
Beim Logodruck bestimmt die Breite, wie groß das Logo sein kann. Auf 10 mm Band passt nur ein kurzer Schriftzug in kleiner Schrift; 16–25 mm bieten Platz für Logo und Markenname; ab 38 mm sind komplexere Designs möglich. Für Geschenkbandbreiten werden meist 16–25 mm gewählt.
Dicke und Steifigkeit – der zweite Parameter
Die Breite allein beschreibt das Band nicht vollständig. Bei gleicher Breite kann Grobband sein:
- weich – für Schleifen und dekorative Knoten;
- mittel – für Kanten und Hüte;
- steif, dicht – für Träger, Gürtel und innere Taillenbänder.
Bitte geben Sie bei der Anfrage neben der Breite auch den Verwendungszweck an, um eine passende Musterqualität zu erhalten.
Häufige Fehler bei der Breitenwahl
- Bestellung in Zoll, obwohl die Technik (Kantenformer, Schnalle) in Millimetern arbeitet – schon 1–2 mm Abweichung verursachen Probleme.
- Zu schmales Band für Kanten bei dickem Stoff – die Kante wird nicht vollständig umschlossen.
- Zu breites Band für kleine Kinderartikel – wirkt schwer und unproportional.
- Keine Muster vom tatsächlichen Band – Breiten können zwischen Herstellern leicht variieren.
Alle verfügbaren Varianten finden Sie in der Kategorie Grobband. Zum Vergleich mit glatten Bändern siehe Satinband.
Wie misst man die Breite korrekt
Die Breite wird quer zum Band gemessen, vom äußeren Rand einer gewebten Kante bis zum äußeren Rand der anderen. Verwenden Sie einen Messschieber oder ein Lineal mit Millimeterteilung und messen Sie auf einem entspannten, flach liegenden Band. Bei weichem Band nicht drücken – es kann sich um einen halben Millimeter zusammenziehen. Vergleichen Sie mit einem bereits eingenähten Band, bedenken Sie, dass Naht und Bügeln das Band etwas schmaler machen können.
Bei Nachbestellungen für bestehende Modelle ist es am sichersten, ein Stück des bisher verwendeten Bands zu senden. So können Breite, Dicke, Steifigkeit und Riffelung gleichzeitig verglichen werden, nicht nur die nominale Breite aus dem Katalog.
In der Serienproduktion empfiehlt es sich, die Breite mit Toleranz (z. B. 25 mm ± 0,5 mm) und den Bandtyp in der technischen Zeichnung zu vermerken. So bleibt das Band bei Nachbestellungen oder Lieferantenwechsel gleich und es sind keine Umstellungen an Kantenformern oder Maschinen nötig.
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