Das beste Gummiband für Kinderkleidung ist ein weiches gestricktes Gummiband mit sanfter Dehnkraft, das das Kleidungsstück hält, ohne auf den Bauch zu drücken und ohne Abdrücke auf der Haut zu hinterlassen. Für Babyartikel verwendet man schmale und sehr weiche Bänder, für Kinderhosen und -röcke 15–30 mm, und bei wachsenden Kindern ist Knopflochgummiband praktisch, mit dem sich der Bund verstellen lässt.
Was beim Gummiband für Kinderkleidung anders ist
Kinderhaut ist empfindlicher, und Kinder bewegen sich viel, sitzen auf dem Boden, rennen und schlafen in ihrer Kleidung. Deshalb muss das Gummiband in Kinderbekleidung mehrere Bedingungen gleichzeitig erfüllen:
- geringer Druck – Bund und Bündchen dürfen nicht einschnüren, besonders bei Babys, deren Bauch verhältnismäßig groß ist;
- Weichheit – keine rauen Kanten und keine harten Stellen, die kratzen;
- leichtes Anziehen – genug Dehnung, damit das Kleidungsstück mühelos über Kopf oder Hüfte geht;
- Beständigkeit bei häufiger Wäsche – Kinderkleidung wird viel öfter gewaschen als Kleidung für Erwachsene;
- sichere Befestigung – das Gummiband darf sich beim Spielen nicht herausziehen oder reißen.
Diese Anforderungen erfüllt weiches gestricktes Gummiband gut, das direkt auf den Jersey genäht oder in einen Tunnel eingezogen wird.
Gummiband für Babykleidung
Bei Babykleidung wird Gummiband sparsam und mit minimaler Dehnung eingesetzt. Typische Stellen sind der Bund von Strampelhosen und Höschen, die Bündchen an Ärmeln und Beinen sowie der Rand von Mützen. Bevorzugt werden schmale Bänder von 6 bis 15 mm, die mit Stoff bedeckt werden, sodass das Gummiband die Haut nicht direkt berührt. Liegt das Gummiband offen, wählen Sie eine Variante mit angerauter, weicher Seite zum Körper.
Beim Babybund ist wichtig, dass das Gummiband nicht zu stark gekürzt wird. Eine gute Regel: Nach dem Anziehen sollten zwei Finger locker zwischen Bund und Bauch passen.
Gummiband für Kinderhosen
Kinderhosen, Jogginghosen und Leggings werden meist mit vollständigem Gummibund gefertigt – ohne Reißverschluss und Knopf. Verwendet werden Bänder von 15 bis 30 mm, je nach Alter und Stoff. Bei Jerseyhosen genügt weiches gestricktes Gummiband völlig. Bei dichteren Stoffen wie Denim oder Cord und bei älteren Kindern ist gewebtes Gummiband die stabilere Wahl, da es sich im Tunnel nicht einrollt.
Knopflochgummiband für den verstellbaren Bund
Knopflochgummiband hat Öffnungen in regelmäßigen Abständen in der Bandmitte. Es wird in einen Tunnel an der Innenseite des Bundes eingezogen, seine Enden werden an innen angenähten Knöpfen eingeknöpft. So lässt sich der Bund je nach Wachstum des Kindes enger oder weiter stellen – dieselbe Hose passt über einen längeren Zeitraum. Solches Gummiband wird häufig in Kinderjeans und Hosen mit klassischem Schnitt verwendet; zum Einknöpfen braucht man flache Knöpfe in passender Größe.
Gummiband für Kinderpyjamas
Der Kinderpyjama verlangt die weichste Variante. Geeignet sind Bänder von 10 bis 25 mm für den Bund und 6–10 mm für die Bündchen. Das Gummiband im Tunnel sollte nur wenige Millimeter schmaler sein als der Tunnel, damit es sich im Schlaf nicht verdreht. Bei Pyjamas für kleine Kinder wird Gummiband statt Kordel bevorzugt, weil es sich nicht löst und keine Verhedderungsgefahr besteht.
Gummibandbreiten nach Alter und Produkt
| Produkt | Babys | Kinder |
|---|---|---|
| Hosenbund / Strampelhose | 10–20 mm | 15–30 mm |
| Ärmel- und Beinbündchen | 6–10 mm | 8–15 mm |
| Pyjamabund | 10–15 mm | 15–25 mm |
| Rock, Kleid (Taille) | – | 15–25 mm |
| Verstellbarer Bund (Knopflochgummiband) | – | 15–20 mm |
Die Werte sind Richtwerte und werden je nach Stoff, Schnitt und Musteranprobe präzisiert.
Gummiband oder Kordel bei Kinderkleidung
Die europäische Norm EN 14682 regelt die Sicherheit von Kordeln und Zugbändern in Kinderbekleidung. Sie beschränkt oder verbietet Kordeln im Kopf- und Halsbereich bei kleinen Kindern und stellt Anforderungen an die Länge freier Enden an anderen Stellen. Deshalb ersetzt in der Kindermode oft das Gummiband die Kordel – an Kapuzen, Bünden und Säumen. Verwenden Sie dennoch eine Kordel, prüfen Sie die Anforderungen der Norm für die jeweilige Altersgruppe und den Bereich des Kleidungsstücks.
So wählen Sie Gummiband für Kinderkleidung
- Legen Sie fest, ob das Gummiband in einen Tunnel kommt oder direkt angenäht wird.
- Wählen Sie die Breite nach Alter und Produkt – siehe Tabelle oben.
- Prüfen Sie die Weichheit, besonders wenn das Gummiband offen liegt.
- Testen Sie die Dehnkraft am Muster – das Kleidungsstück muss sich leicht anziehen lassen.
- Waschen Sie das Muster mehrmals und prüfen Sie es auf Ausleiern und Verformung.
- Klären Sie die Zusammensetzung, um sie korrekt auf dem Etikett anzugeben.
Häufige Fehler
- Zu kurzes Gummiband in Babykleidung – schnürt den Bauch ein und hinterlässt Abdrücke.
- Hartes, breites Gummiband in dünnem Jersey – das Kleidungsstück kräuselt sich ungleichmäßig.
- Nicht fixiertes Gummiband im Tunnel – verdreht sich beim Waschen und zieht sich heraus.
- Fehlender Waschtest – das Gummiband leiert nach den ersten Wäschen aus.
Gummiband für Kinderkleidung von Polkom
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