Für Pyjamas wählt man meist weiches gestricktes Gummiband mit 20–35 mm Breite für den Bund und 6–12 mm für Ärmel- und Beinbündchen sowie Ausschnitt. Es drückt im Schlaf nicht, kratzt nicht auf der Haut und übersteht die häufige Wäsche, der Loungewear ausgesetzt ist. Entscheidend sind außerdem die Verarbeitung – im Tunnel oder direkt angenäht – und die Zusammensetzung des Gummibands.
Was man vom Gummiband für Pyjamas erwartet
Pyjamas und Loungewear werden lange, in Ruhe und oft in der Wärme getragen. Deshalb unterscheiden sich die Anforderungen an das Gummiband von denen bei Hosen oder Arbeitskleidung:
- Geringer Druck – der Bund muss halten, darf aber nach einigen Stunden Schlaf keine Abdrücke auf der Haut hinterlassen.
- Weichheit – besonders bei direktem Hautkontakt, ohne Tunnel.
- Waschbeständigkeit – Loungewear wird oft gewaschen, manchmal bei höherer Temperatur.
- Gute Rückstellung – der Bund darf nach einigen Monaten Gebrauch nicht „durchhängen“.
Weiches gestricktes Gummiband erfüllt die ersten beiden Anforderungen gut. Für die dritte und vierte ist es wichtig, ein Gummiband mit hochwertigem Elastomerfaden zu wählen und die richtige Waschtemperatur einzuhalten.
Gummiband für Pyjamas – Breiten nach Bereich
| Bereich | Richtbreite | Hinweis |
|---|---|---|
| Hosenbund, Tunnel | 20–35 mm | Der Tunnel sollte 2–4 mm breiter sein als das Gummiband |
| Bund, sichtbar angenähtes Gummiband | 30–45 mm | Geeignet ist weiches Gummiband mit dekorativer Vorderseite |
| Ärmel- und Beinbündchen | 8–15 mm | Schmalere und weichere Variante |
| Ausschnitt und Oberkante des Nachthemds | 6–10 mm | Oft wird Gummiband mit Picotkante verwendet |
| Kinderpyjamas | 10–25 mm | Minimaler Druck, leichtes Anziehen |
Das sind Praxiswerte, keine Regel. Die endgültige Entscheidung hängt von Stoff, Schnitt und Markenpositionierung ab – hochwertige Loungewear nutzt oft ein breiteres sichtbares Gummiband als Designelement.
Tunnel oder direkt angenäht
Gummiband im Tunnel
Die klassische Lösung bei Pyjamahosen. Das Gummiband wird in einen umgeschlagenen Tunnel eingezogen und kann bei Bedarf ausgetauscht werden. Der Nachteil: Gestricktes Gummiband wird beim Dehnen schmaler und kann sich in einem breiteren Tunnel verdrehen. Es gibt zwei Lösungen: Der Tunnel ist nur wenige Millimeter breiter als das Gummiband, oder das Gummiband wird mit senkrechten Nähten an den Seitennähten fixiert.
Direkt angenähtes Gummiband
Das Gummiband wird mit Zickzack- oder Coverstich an die Stoffkante genäht und dann nach innen umgeschlagen oder bleibt sichtbar. Hier fällt das Verschmälern nicht auf, es verdreht sich nichts, und der Bund wirkt sauberer. Die Methode ist in der Serienfertigung schneller, das Gummiband lässt sich jedoch nicht austauschen.
Gummiband mit Kordel – für den verstellbaren Bund
Viele Modelle kombinieren Gummiband im Tunnel mit einer Kordel, die vorn durch zwei Ösen geführt wird. Das Gummiband sorgt für die Grundelastizität, die Kordel erlaubt die Feinanpassung. Manche Hersteller verwenden Gummiband mit eingewebter Kordel oder führen die Kordel parallel zum Gummiband im selben Tunnel. Bei Jogginganzügen und Sport-Loungewear werden die Kordelenden oft mit Endstücken versehen, für Kapuzen kommen Kordelstopper hinzu.
Gummiband für Jogginganzug und Nachthemd
Der Jogginganzug steht der Sportbekleidung näher: Er wird auch draußen getragen, der Bund ist stärker belastet, und das Gummiband muss bei Bewegung halten. Hier verwendet man breitere Bänder – 30–40 mm – und eine festere Dehnkraft. Hat das Teil schwere Taschen oder dicken Stoff, denken Sie an ein festeres Gummiband oder ein doppeltes Band.
Das Nachthemd hat meist nur am Ausschnitt, unter der Brust oder an den Ärmeln Gummiband. Dort passen schmale, sehr weiche Bänder, oft mit dekorativer Bogenkante, die sichtbar bleibt und eine zusätzliche Paspel ersetzt.
So bestimmen Sie die Gummibandlänge
- Messen Sie den Taillenumfang des Körpers, für den die Größe bestimmt ist.
- Schneiden Sie das Gummiband etwa 5–10 % kürzer als diesen Umfang zu – beim Pyjama strebt man minimalen Druck an.
- Verbinden Sie die Enden überlappend und probieren Sie an einer Büste oder Person.
- Prüfen Sie, ob die Hose gedehnt frei über die Hüfte geht.
- Notieren Sie die endgültige Länge für jede Größe in der technischen Spezifikation.
Für ein Größenspektrum ist es praktisch, schon beim ersten Muster eine Tabelle mit der Gummibandlänge je Größe zu erstellen. So berechnet die Näherei die Länge nicht vor Ort, sondern schneidet das Gummiband vorab zu, was Zeit spart und Unterschiede zwischen den einzelnen Teilen der Serie verringert.
Bei verschiedenen Gummibandchargen kann sich das Verhältnis leicht ändern, daher sollten Sie bei einem Wechsel des Lieferanten oder Artikels einen neuen Test machen.
Waschen und Pflege
Das Gummiband ist meist die empfindlichste Komponente des Pyjamas. Hohe Temperaturen, Bleichmittel und Trocknen im Trockner auf hoher Stufe beschleunigen das Ausleiern der Elastomerfäden. Ist das Teil aus Baumwolle und möchten Sie auf dem Etikett eine höhere Waschtemperatur angeben, klären Sie das bei der Wahl des Gummibands – seine Zusammensetzung muss zur vorgesehenen Pflege passen. Gebügelt wird ohne Druck auf das gedehnte Gummiband.
Häufige Fehler
- Zu breiter Tunnel für gestricktes Gummiband – führt zum Einrollen.
- Zu kurzes Gummiband „sicherheitshalber“ – der Pyjama schnürt ein und wird zurückgeschickt.
- Hartes Gummiband in dünnem Stoff – der Bund kräuselt sich ungleichmäßig.
- Ungeklärte Zusammensetzung – das Gummiband verträgt die auf dem Etikett angegebene Temperatur nicht.
Gummiband für Pyjamas vom Hersteller
Polkom ist ein bulgarischer Hersteller von Kurzwaren für die Bekleidungsfertigung. Wir liefern weiches gestricktes Gummiband in verschiedenen Breiten und Farben, Färbung nach Pantone und Gummiband mit Logo für sichtbare Bünde, mit Lieferung in die gesamte EU. Senden Sie uns Modell, Stoff und gewünschte Breite über die Kontaktseite – wir bereiten Muster vor.














