Das Lederetikett (Leder-Patch) für Jeans wird meist am hinteren Bund rechts von der hinteren Mittelnaht platziert und entlang der Kontur zusammen mit dem Bund angenäht. Die übliche Breite liegt zwischen 5 und 8 cm, das Material ist Echtleder, Kunstleder oder Jacron – je nach Stil des Modells und Art der Wäsche. Unten finden Sie konkrete Richtlinien zu Größe, Position, Material und Befestigung.
Wo das Lederetikett an der Jeans sitzt
Die klassische Position ist der hintere Bund – rechts vom Träger aus gesehen, zwischen hinterer Mittelnaht und erster Gürtelschlaufe. Dort ist das Etikett gut sichtbar, wenn das Hemd in der Hose steckt, und stört nicht beim Sitzen. Es gibt weitere Varianten, mit denen Marken sich abheben:
- Über der Gesäßtasche – ein kleines Patch an oder auf der Oberkante der Tasche.
- An der Münztasche – ein Miniaturetikett, oft nur mit dem Markensymbol.
- An der Gürtelschlaufe – ein schmaler Lederstreifen um die Schlaufe, passend für minimalistisches Design.
- Seitlich am Bund – bei Jeansröcken und Shorts, wo der hintere Bund schmaler ist.
Die Position muss vor dem Zuschnitt feststehen, denn sie entscheidet, ob das Etikett als separates Teil auf den Bund genäht oder beim Ansetzen des Bundes in die Naht integriert wird.
Welche Größe Sie wählen sollten
Die Größe hängt von der Bundbreite und vom Größenspektrum des Modells ab. Das Etikett sollte den Bund nicht in voller Höhe bedecken – lassen Sie auf jeder Seite mindestens 2–3 mm, damit die Naht bequem an der Lederkante entlanglaufen kann.
| Produkt | Übliche Etikettbreite | Übliche Höhe |
|---|---|---|
| Klassische Herrenjeans (Bund ca. 4 cm) | 6–8 cm | 3–3,5 cm |
| Damenjeans mit schmalerem Bund | 4–6 cm | 2–3 cm |
| Kinderjeans | 3–5 cm | 1,5–2,5 cm |
| Jeansrock oder Shorts | 4–6 cm | 2–3 cm |
Umfasst die Kollektion viele Größen, wird meist dasselbe Patch für alle verwendet. Bei Kindermodellen lohnt sich jedoch eine kleinere Version, damit das Etikett nicht unproportional wirkt.
Material: Echtleder, Kunstleder oder Jacron
Jeans werden oft gewaschen, daher ist das Etikettmaterial eine Entscheidung, die sich direkt auf Reklamationen auswirkt.
Echtleder
Wirkt am authentischsten und dunkelt mit der Zeit nach und wird weicher. Beim Waschen kann es leicht einlaufen und den Ton ändern – für viele Marken ein gewünschter „Used“-Effekt. Geeignet für Premium- und Vintage-Modelle.
Kunstleder (PU)
Hat eine gleichmäßige Farbe von Charge zu Charge und verhält sich beim Waschen berechenbarer. Nahezu jede Farbe ist leicht erreichbar. Geeignet für große Serien und für Marken, die auf tierische Materialien verzichten.
Jacron
Ein lederähnliches Zellulosematerial, klassisch bei Jeans. Es ist leicht, lässt sich hervorragend bedrucken und ist bei großen Auflagen wirtschaftlich. Hohe Temperaturen beim Trocknen und Bügeln verträgt es nicht.
Logomarkierung
Bei Jeans ist die Prägung am weitesten verbreitet – das Logo wird mit einem beheizten Stempel eingeprägt (Tiefprägung) und bleibt auch nach Jahren des Tragens sichtbar. Lasergravur ist eine gute Lösung bei feinen Linien und kleinen Schriftzügen, Folien- oder Farbdruck bringt Kontrast. Oft stehen auf dem Etikett neben dem Logo auch Größe (W/L), Modell oder Schnittnummer – so übernimmt dasselbe Patch auch die Funktion eines Größenetiketts.
So wird es am Bund befestigt
- Annähen entlang der Kontur – die gängigste Methode. Die Naht verläuft 2–3 mm von der Kante, mit Garn im Ton des Etiketts oder mit Kontrastgarn, das die Jeansnähte aufgreift.
- Annähen nur oben und unten – schneller, doch die Enden können sich nach dem Waschen aufwölben.
- Nieten oder Hohlnieten – in den Ecken des Etiketts. Ergibt einen Workwear-, Industrie-Look und passt zu den Nieten an den Taschen.
Ist das Etikett aus dickem Echtleder, verwenden Sie eine Jeansnadel in passender Stärke und eine größere Stichlänge, damit das Leder zwischen den Einstichen nicht reißt.
Abstimmung mit dem übrigen Zubehör
Das Leder-Patch ist nur eines der Elemente, die den Look der Jeans prägen. Farbe von Leder und Markierung sollten zur Oberfläche der Metallknöpfe und Nieten passen – etwa Altkupfer mit braunem Leder oder Schwarznickel mit schwarzem Kunstleder. Bezieht man alle Zubehörteile von einem Lieferanten, lassen sich Farben und Muster leichter abstimmen.
Leder-Patch und die übrigen Etiketten der Jeans
Das Leder-Patch ist das sichtbare, „äußere“ Zeichen der Marke, ersetzt aber nicht die Pflichtangaben. Stoffzusammensetzung und Pflegesymbole stehen weiterhin auf einem separaten Innenetikett, das meist in die Bund- oder Seitennaht eingenäht wird. Viele Hersteller ergänzen ein kleines Webetikett mit Logo auf der Bundinnenseite – so ist die Marke auch sichtbar, wenn das Kleidungsstück auf links liegt. Planen Sie alle Etiketten gemeinsam, damit sich an einer Stelle des Bundes nicht zu viele dicke Lagen häufen, was das Nähen erschwert und beim Tragen spürbar ist.
Checkliste vor der Bestellung
- Genaue Bundbreite im fertigen Zustand, nicht im Schnitt.
- Position des Etiketts und Befestigungsart.
- Material passend zur Wäsche und zur Positionierung der Marke.
- Markierungstechnik und ob Größe oder Modellnummer aufgebracht werden.
- Farbe von Leder, Logo und Garn.
Lederetiketten für Jeans von Polkom
Polkom ist ein bulgarischer Hersteller von Bekleidungszubehör mit Sitz in Sofia. Wir fertigen Lederetiketten für Jeans nach Ihrem Design – aus Echtleder, Kunstleder und Jacron, mit Prägung, Laser oder Druck. Wir bereiten ein Muster vor, damit Sie das Etikett vor der Serienproduktion an einem realen Produkt testen können. Senden Sie Logo und Maße über das Anfrageformular, und wir schicken Ihnen ein Angebot.











