Kraft-Etiketten sind Hängeetiketten aus braunem Karton aus ungebleichtem Zellstoff, oft mit Recyclingfaser-Anteil. Ihre natürliche Farbe und sichtbare Struktur vermitteln sofort einen ökologischen, handwerklichen Charakter – deshalb werden sie bei Denim, Arbeitskleidung, Bio-Baumwolle, Strick und handgemachten Kollektionen eingesetzt. Mit der richtigen Grammatur und Veredelung wirkt ein Kraft-Etikett hochwertig und nicht billig.
Was Kraftkarton ist
Das Wort „Kraft“ kommt aus dem Deutschen und steht für die Festigkeit des Materials. Kraftzellstoff entsteht in einem Verfahren, das lange, feste Fasern erhält, daher sind Kraftpapier und -karton reißfest. Die ungebleichte Variante hat die typische braune Farbe, die je nach Rohstoff und Hersteller von Hellbeige bis Dunkelbraun reicht.
- Natur-Kraft (ungebleicht) – das klassische Braun mit sichtbaren Fasern.
- Recycling-Kraft – mit ungleichmäßigerem Ton und teils sichtbaren Partikeln. Unterstreicht die Nachhaltigkeitsbotschaft.
- Weißes Kraft – gebleicht, behält aber Festigkeit und matte Struktur.
- Kaschiertes Kraft – zweilagig für ein dickeres Etikett, teils mit weißer oder schwarzer Rückseite.
Kraft-Etiketten für Kleidung: für welche Kollektionen sie passen
| Kollektion | Warum Kraft funktioniert | Empfohlene Ergänzung |
|---|---|---|
| Denim | harmoniert mit braunem Leder und Kupfer | Blindprägung oder Druck in Dunkelbraun |
| Bio-Baumwolle, Leinen | unterstützt die Öko-Botschaft | Druck auf Wasserbasis, Baumwollfaden |
| Strick, Handarbeit | handwerklicher Charakter | Leinen- oder Jutefaden, einfarbiger Druck |
| Arbeits- und Outdoorkleidung | robuste, praktische Optik | schwarzer Druck, Metallöse |
| Kinderkleidung | natürlich, warm | runde Form, sanfte Fadenfarbe |
Druck auf Kraft: was Sie erwarten können
Kraft ist nicht weiß, daher mischen sich die Druckfarben mit dem braunen Untergrund. Das ist der Schlüssel zu einem gelungenen Design.
- Dunkle Farben – Schwarz, Dunkelbraun, Dunkelblau und Dunkelgrün wirken hervorragend und sind am besten lesbar.
- Helle Farben – Gelb, Rosa, Hellblau verschwinden fast. Ist das Logo hell, verwenden Sie eine andere Technik.
- Weiß – mit normalem CMYK unmöglich. Es gelingt mit Siebdruck mit deckendem Weiß, mit Digitaldruck mit weißer Tinte oder mit weißer Folie.
- Fotos – wirken dunkel und „vintage“. Ist das nicht gewollt, setzen Sie sie nicht auf Kraft.
- Saugfähigkeit – unbeschichtetes Kraft nimmt die Farbe auf, feine Linien laufen leicht breiter. Verwenden Sie etwas kräftigere Schriften.
So wirkt das Kraft-Etikett hochwertig
Ein Kraft-Etikett kann wie gewöhnlicher Verpackungskarton aussehen oder wie das edle Etikett einer teuren Marke. Der Unterschied liegt im Detail:
- Stärke. Wählen Sie dicken oder kaschierten Kraftkarton. Dünnes Kraft wirkt sofort billig.
- Wenige Farben. Eine dunkle Farbe oder nur Blindprägung wirken besser als ein buntes Design.
- Eine starke Veredelung. Gold- oder Kupferfolie, weiße Folie oder Prägung des Logos.
- Hochwertiger Anhängerfaden. Gewachste Baumwollkordel, Leinenfaden oder naturfarbene Jute statt Kunststoff-Heftfaden.
- Saubere Kante. Präziser Schnitt und bei Bedarf abgerundete Ecken. Eine gerissene Kante ist eine Stilentscheidung, kein Zufall.
- Öse. Eine Metallöse in Bronze oder Kupfer am Loch passt zu Denim und Leder.
Design, das zu Kraft passt
Am besten wirken klare Kompositionen: Logo in der Mitte, ein bis zwei Textebenen und viel Freiraum, in dem die Kartonstruktur sichtbar ist. Schriften mittlerer Stärke lesen sich besser als sehr dünne, weil unbeschichtetes Kraft die Farbe aufsaugt. Enthält das Design eine Illustration, wählen Sie eine einfarbige Strichgrafik – sie erinnert an Stempeldruck und unterstreicht den handwerklichen Charakter. Testen Sie die Markenfarben auf echtem Kraft, denn dieselbe Farbe wirkt auf hellem und dunklem Karton unterschiedlich.
Ist das Kraft-Etikett wirklich öko?
Die braune Farbe allein macht das Etikett nicht nachhaltig. Ist die Öko-Botschaft wichtig für die Marke, prüfen Sie das ganze Etikett, nicht nur den Karton:
- Material – Karton mit Recyclinganteil oder aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern. Nennen Sie ein Zertifikat nur, wenn der Kartonlieferant es tatsächlich bereitstellt.
- Beschichtung – vermeiden Sie Kunststoffkaschierung. Ist Schutz nötig, verwenden Sie einen Lack auf Wasserbasis.
- Druckfarben – auf Wasser- oder Pflanzenbasis.
- Befestigung – Faden aus Baumwolle, Leinen oder Jute statt Kunststoff-Heftfaden oder Nylonschnur.
- Menge – ein gut gestaltetes Etikett statt drei einzelner.
Sie können auf das Etikett schreiben, dass es recycelbar ist, und den Käufer bitten, es zum Altpapier zu geben – eine kurze, nützliche Botschaft.
Das Kraft-Etikett und das übrige Zubehör
Kraft-Etiketten kombinieren sich natürlich mit Zubehör in warmen Tönen – Lederetiketten am Jeansbund, Ösen und Knöpfe in Kupfer oder Bronze, Baumwollkordeln. Liegen alle Elemente in einer Farbfamilie, wirkt die Kollektion stimmig. Varianten aus Kraft und anderen Materialien finden Sie in der Kategorie Hängeetiketten.
Häufige Fehler bei Kraft-Etiketten
- Helles Logo im normalen Druck, das kaum zu sehen ist.
- Dünnes Kraft, das im Karton knittert.
- Glanzkaschierung, die die natürliche Struktur verdeckt.
- Öko-Botschaft auf dem Etikett, aber Kunststoff-Heftfaden und Nylonschnur.
- Barcode auf dunklem Kraft ohne weißes Feld – schwer zu scannen.
Kraft-Etiketten mit Logo von Polkom
Polkom fertigt Kraft-Etiketten nach Auftrag – in verschiedenen Grammaturen und Formaten, mit Druck in dunklen Farben, weißer Folie, Goldfolie oder Prägung, mit natürlichen Anhängerfäden und Metallösen. Wir helfen Ihnen, eine Kombination zu wählen, die die Markenbotschaft unterstützt, und senden ein Muster. Die Mindestmengen hängen vom Artikel ab. Senden Sie eine Anfrage mit Logo und Beschreibung der Kollektion.












