Lederetiketten für Kleidung kommen vor allem bei Jeans, Jacken, Arbeitskleidung, Strickwaren und Sweatshirts zum Einsatz – bei Modellen mit Charakter, bei denen ein sichtbarer Patch ein Gefühl von Qualität und Handwerk vermittelt. Sie sitzen außen, etwa am Bund, an der Tasche, am Ärmel, am Saum oder am Kragen, und dienen als sichtbares Markenzeichen. Die Angaben zu Zusammensetzung und Pflege bleiben auf einem separaten Innenetikett.
Warum Lederetiketten für Kleidung
Der Lederpatch ist sichtbar, fühlbar und langlebig. Anders als das innenliegende Webetikett ist er Teil des äußeren Designs und wirkt jedes Mal, wenn das Kleidungsstück getragen wird, wie eine kleine Werbung für die Marke. Zudem weckt er Assoziationen mit Arbeitskleidung, Handarbeit und Vintage-Stil – deshalb setzen ihn viele Marken ein, um ihr Produkt als hochwertiger zu positionieren.
Modelle und Platzierung
Jeans und Hosen
Der hintere Bund ist der Klassiker, das Etikett kann aber auch über der Gesäßtasche, an der Münztasche oder an der Gürtelschlaufe sitzen. Bei Chinos und Cargohosen ist der Patch oft kleiner und dezenter.
Jacken und Westen
- Auf der Brust, über oder auf der Tasche.
- Am Ärmel – nahe der Manschette oder an der Schulter.
- Am Rücken unter dem Kragen, außen.
- Am Saum vorne oder hinten.
Bei Jeansjacken, Arbeitsjacken und Westen ist der Lederpatch eine natürliche Fortsetzung des Stils.
Sweatshirts und Hoodies
Ein kleines Etikett am Saum, an der Seitennaht oder an der Kängurutasche. Das Leder bildet einen Kontrast zum weichen Strickstoff und macht ein sonst schlichtes Modell wiedererkennbarer.
Strickwaren – Pullover, Strickjacken, Schals
Ein Etikett in der unteren Ecke des Pullovers, an der Ärmelmanschette oder am Ende des Schals. Hier wählt man dünne, weiche Materialien, die von Hand oder durch vorgestanzte Löcher angenäht werden, damit sich das Gestrick nicht verzieht.
Arbeitskleidung
An Latzhosen, Arbeitshosen und Schürzen unterstreicht der Lederpatch die Robustheit. Oft wird er mit Nieten und Metallösen kombiniert.
Kinderkleidung
Kleine Etiketten aus Kunstleder mit weicher Kante, so platziert, dass sie die Haut des Kindes nicht berühren. Wichtig ist, dass das Material häufiges Waschen verträgt.
Material je nach Kleidungsstück
| Modell | Empfohlenes Material | Grund |
|---|---|---|
| Jeans (Premium) | Echtleder | Patina, authentische Optik |
| Jeans (Massenserie) | Jacron oder Kunstleder | Einheitlichkeit, Preis, Waschbarkeit |
| Jacken | Echt- oder Kunstleder | Seltenes Waschen, sichtbare Stelle |
| Sweatshirts, Hoodies | Kunstleder | Leichtigkeit, Waschbarkeit |
| Strickwaren | Dünnes Kunstleder oder weiches Echtleder | Flexibilität, geringes Gewicht |
| Arbeitskleidung | Kunstleder oder kräftiges Echtleder | Beständigkeit bei Industriewäsche |
| Kinderkleidung | Kunstleder | Weichheit, häufiges Waschen |
Größe und Proportion
Der Lederpatch muss zur Platzierung und zum Kleidungsstück passen. Ein großes Etikett auf leichtem Jersey wirkt schwer und zieht den Stoff nach unten, während ein kleines Etikett auf dem Rücken einer schweren Jacke verloren aussieht. Eine gute Faustregel: Das Etikett sollte nicht mehr als etwa ein Drittel der Breite des Teils einnehmen, auf das es genäht wird – Tasche, Manschette oder Bund.
Wann das Etikett im Produktionsprozess angebracht wird
Am einfachsten und genauesten wird das Etikett auf ein flaches Teil – Tasche, Manschette, Bund oder Vorderteil – genäht, bevor das Kleidungsstück zusammengenäht wird. So arbeitet die Maschine frei, und die Position wird per Schablone markiert und ist bei jedem Stück gleich. Wird das Kleidungsstück nach dem Nähen gewaschen oder gefärbt (etwa Jeans mit Enzymwäsche), klären Sie, ob das Etikettenmaterial den Prozess verträgt. Echtleder und Jacron werden oft nach der Wäsche angenäht, Kunstleder kommt mit der Behandlung besser zurecht.
Lederetikett und Pflichtangaben
Der Lederpatch ist ein Marketingelement und kein Ersatz für das vorgeschriebene Etikett. Die Faserzusammensetzung nach Verordnung (EU) Nr. 1007/2011 und die Pflegesymbole nach ISO 3758 stehen auf einem separaten Innenetikett. Ist der Patch aus Echtleder, muss auf dem Pflegeetikett angegeben werden, dass das Erzeugnis nichttextile Teile tierischen Ursprungs enthält. Für die innenliegende Markenkennzeichnung mit Logo verwendet man Webetiketten.
So wählen Sie die Markierungstechnik
- Häufig gewaschene Kleidung – Prägung oder Laser, die sich nicht abreiben.
- Jacken und Oberbekleidung – alle Techniken, einschließlich Folie für eine luxuriösere Optik.
- Strickwaren und Kinderkleidung – schlichtes Design mit Prägung oder Laser auf dünnem Material.
Ein Patch für die ganze Kollektion?
Viele Marken verwenden denselben Lederpatch für alle Modelle – das ist wirtschaftlich und schafft einen hohen Wiedererkennungswert. Andere bevorzugen zwei oder drei Größen desselben Designs: groß für Jeans und Jacken, mittel für Sweatshirts und klein für Mützen und Strickwaren. Der zweite Ansatz ergibt bei jedem Modell bessere Proportionen, während das gemeinsame Prägewerkzeug oder die gemeinsame Grafik die einheitliche Optik bewahrt.
Häufige Fehler
- Dickes, steifes Etikett auf leichtem Jersey.
- Echtleder an einem Kleidungsstück, das im Trockner getrocknet wird.
- Etikett an einer Stelle mit ständiger Reibung – etwa unter dem Arm.
- Fehlender Hinweis auf Teile tierischen Ursprungs auf dem Pflegeetikett.
- Unterschiedliche Lederfarbtöne in einzelnen Chargen derselben Kollektion.
Lederetiketten für Kleidung von Polkom
Polkom stellt als Hersteller Lederetiketten für Kleidung aus Echtleder, Kunstleder und Jacron in Größen und Formen passend zum Modell her. Für dieselbe Kollektion bieten wir auch die übrigen Etiketten an – Webetiketten, bedruckte Etiketten, Pflegeetiketten und Hängeetiketten. Senden Sie Ihre Anfrage über die Kontaktseite.










