Die Größe von Lederetiketten hängt von der Stelle ab, an der sie sitzen: für den Jeansbund üblicherweise 5–8 cm Breite, für Jacken 5–8 cm, für Mützen 3–6 cm und für Taschen und Rucksäcke 4–10 cm. Die verbreitetste Form ist das Rechteck mit abgerundeten Ecken, gefolgt von Oval und Kreis, doch das Etikett kann auch nach einer eigenen Kontur ausgeschnitten werden, etwa nach der Silhouette des Logos. Unten finden Sie eine Tabelle und praktische Auswahlregeln.
Größen von Lederetiketten je nach Artikel
| Artikel und Position | Breite | Höhe |
|---|---|---|
| Hinterer Bund von Herrenjeans | 6–8 cm | 3–3,5 cm |
| Hinterer Bund von Damenjeans | 4–6 cm | 2–3 cm |
| Kinderjeans | 3–5 cm | 1,5–2,5 cm |
| Tasche oder Ärmel einer Jacke | 5–8 cm | 2,5–4 cm |
| Strickmütze (Krempe) | 4–6 cm | 2–3 cm |
| Baseballcap (Frontpanel) | 5–7 cm | 3–5 cm |
| Saum von Sweatshirt oder Pullover | 3–5 cm | 1,5–2,5 cm |
| Frontpanel eines Rucksacks | 6–10 cm | 3–6 cm |
| Griff oder Tragegurt (Band) | 1,5–3 cm | je nach Umfang |
Diese Werte sind Richtwerte und zeigen, was am häufigsten vorkommt. Die endgültige Größe bestimmt das konkrete Modell – messen Sie den fertigen Artikel, nicht das Schnittmuster.
So berechnen Sie die richtige Größe
- Messen Sie die Stelle im fertigen Zustand. Nähte und Säume verringern die freie Fläche.
- Ziehen Sie die Nahtzugabe ab. Lassen Sie auf jeder Seite mindestens 2–3 mm zwischen Etikettenrand und den Nähten des Artikels.
- Achten Sie auf die Proportion. Das Etikett sollte nicht mehr als etwa ein Drittel der Breite des Teils einnehmen, es sei denn, es ist als zentrales Gestaltungselement gedacht.
- Prüfen Sie das Logo im Maßstab. Drucken Sie das Etikett in Originalgröße auf Papier, schneiden Sie es aus und legen Sie es auf den Artikel. So sehen Sie, ob das Logo lesbar und die Proportion stimmig ist.
Formen von Lederetiketten
Rechteck
Die klassische Form für den Jeansbund. Sie lässt sich leicht entlang der Kontur nähen und nutzt die Fläche voll für Logo und Text. Mit spitzen Ecken wirkt sie strenger und industrieller.
Rechteck mit abgerundeten Ecken
Die vielseitigste Variante. Abgerundete Ecken stehen bei Wäsche und Tragen nicht ab, lassen sich leichter nähen und wirken abgeschlossener. Besonders empfehlenswert bei Strick und Mützen.
Oval
Eine weiche, elegante Silhouette, passend für Damenkollektionen, Strick und Kinderkleidung. Folgt gewölbten Oberflächen gut.
Kreis
Geeignet für ein Symbol oder Monogramm der Marke. Sieht gut aus auf der Krempe von Mützen, an der Schulter einer Jacke und auf Taschen. Beim Kreis muss das Logo kompakt sein, weil kein Platz für langen Text ist.
Sechseck, Wappen, Trapez
Geometrische Formen, die ein einprägsameres Zeichen schaffen. Oft verwendet bei Baseballcaps und bei Marken mit Outdoor- oder Workwear-Ästhetik.
Eigene Kontur
Das Etikett wird nach der Silhouette des Logos oder einer besonderen Form ausgeschnitten – etwa ein Berg, ein Tier, ein Buchstabe. Dafür braucht es ein spezielles Stanzmesser oder Laserschnitt. Das Ergebnis ist am originellsten, doch es muss geprüft werden, ob die Kontur zum Nähen taugt – schmale Vorsprünge biegen sich und bleiben hängen.
Was die Wahl der Form beeinflusst
- Das Logo – ein horizontales Logo passt zum Rechteck, ein kompaktes zu Kreis oder Quadrat.
- Die Oberfläche – auf gewölbten und weichen Oberflächen wirken abgerundete Formen besser.
- Die Befestigung – bei Nieten bietet die Rechteckform klare Ecken für deren Platzierung.
- Der Markenstil – spitze Ecken wirken strenger, abgerundete weicher und freundlicher.
- Die Produktion – Standardformen sind bei großen Serien wirtschaftlicher, weil dafür oft fertige Stanzmesser vorhanden sind.
Dicke des Etiketts
Neben Breite und Höhe gehört auch die Dicke zur Größe. Dünne Etiketten sind flexibler und eignen sich für Maschenware und Mützen. Dickere liegen flach, ergeben ein tieferes Relief und wirken auf Jeans, Jacken und Taschen solider. Die Dicke muss auch zur Maschine in der Näherei passen – ein sehr dickes Etikett auf mehreren Stofflagen kann das Nähen erschweren. Wenn Sie unsicher sind, fordern Sie Muster in zwei Dicken an und nähen Sie sie auf den Artikel.
Eine Form, mehrere Größen
Umfasst die Kollektion verschiedene Artikel, können Sie dieselbe Form in zwei oder drei Größen verwenden. So bleibt der Auftritt einheitlich, und jedes Etikett hat die richtige Proportion. Bei der Prägung ist meist für jede Logogröße eine eigene Matrize nötig, bei der Lasergravur wird die Datei einfach skaliert.
Häufige Fehler bei Größe und Form
- Etikett höher als Bund oder Krempe – es lässt sich nicht gerade annähen.
- Zu kleines Etikett mit viel Text – das Logo ist nicht lesbar.
- Spitze Ecken auf Strick – sie stehen ab und bleiben hängen.
- Komplizierte Kontur mit schmalen Vorsprüngen – sie verbiegen sich beim Tragen.
- Messen am Schnittmuster statt am fertigen Artikel.
Leder, Metall oder Kombination
Suchen Sie eine noch klarere Silhouette oder eine sehr kleine Größe mit deutlichen Details, ziehen Sie ein Metallschild oder eine Kombination in Betracht – ein Metallemblem auf Ledergrund. So erhalten Sie ein kleines, präzises Zeichen, ohne die warme Optik des Leders zu verlieren. Das gesamte Etikettensortiment finden Sie in der Kategorie Etiketten.
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