Metallplatten zum Gravieren sind glatte Rohlinge aus Messing, Edelstahl, Aluminium oder Zinklegierung, auf die Logo oder Schriftzug per Laser oder mechanisch aufgebracht werden, statt sie als Relief zu gießen oder zu prägen. Sie eignen sich für kleine Serien, nummerierte Produkte, feine Linien und Personalisierung. Das Ergebnis hängt im Wesentlichen von drei Dingen ab: Metall, Oberfläche und Graviermethode.
Wann Sie Metallplatten zum Gravieren wählen sollten
Gravur ist die logische Wahl, wenn das Design flach und linear ist – Schriftzug, Monogramm, Seriennummer, feine Kontur. Bei einem plastischen Logo mit mehreren Ebenen ist eine geprägte oder gegossene Platte mit Relief besser. Die gravierte Platte hat zudem einen praktischen Vorteil: Derselbe Rohling kann verschiedene Schriftzüge tragen, etwa Kollektionsname, Jahr oder Produktnummer, ohne neues Werkzeug für jede Änderung.
- Limitierte Serien und nummerierte Produkte
- Personalisierte Geschenktaschen und Geldbörsen
- Feine Schriften und kleine Texte, die sich beim Relief „zusetzen“ würden
- Kombination aus Relieflogo und graviertem Schriftzug auf einer Metall-Logoplatte
Welches Metall geeignet ist
| Metall | Verhalten beim Gravieren | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Messing | Lässt sich mechanisch und per Laser sauber gravieren; bei beschichteter Oberfläche legt der Laser das gelbe Metall darunter frei | Taschen, Lederwaren, klassische Marken |
| Edelstahl | Hart; der Faserlaser erzeugt eine dunkle oder farbige Markierung ohne Materialabtrag | Bademode, Sport- und Outdoorprodukte |
| Aluminium (eloxiert) | Der Laser entfernt die farbige Eloxalschicht und legt helles Metall frei – sehr kontrastreich | Leichte Accessoires, Rucksacklabels |
| Zinklegierung | Lässt sich nach der Beschichtung gut gravieren; für gegossene Platten mit graviertem Detail | Modeaccessoires, Taschen |
Methoden zum Gravieren von Metallplatten
Lasergravur
Der Faserlaser ist der Standard für Metall. Er kann die Oberfläche markieren, ohne Material abzutragen, oder mit mehreren Durchgängen tiefer gravieren. Vorteile: hohe Präzision, sehr kleine Details möglich, einfacher Wechsel des Schriftzugs und kein Werkzeug nötig. Einschränkung: Eine flache Markierung kann sich bei starker Reibung abnutzen, wenn sie auf der Beschichtung und nicht im Metall selbst liegt.
Mechanische Gravur (Diamant- oder Fräsgravur)
Ein Schneidwerkzeug schneidet eine Rille ins Metall. Die Linie hat fühlbare Tiefe und Glanz und wirkt „klassischer“. Geeignet für Messing und weiches Metall, aber langsamer und bei Details eingeschränkter.
Chemisches Ätzen
Das Metall wird mit einer Schutzschicht bedeckt, die freien Stellen werden weggeätzt. So entstehen eine gleichmäßige Tiefe und ein flacher Grund, der anschließend mit Emaille oder Farbe gefüllt werden kann. Die Methode eignet sich für Serien und für Platten, bei denen der gravierte Teil farbig sein soll.
Oberfläche, Stärke und Schrift
Die Oberfläche verändert das Ergebnis stärker, als viele erwarten. Lasergravur auf schwarzer oder Gunmetal-Oberfläche ergibt eine helle, kontrastreiche Linie, auf poliertem Nickel einen dezenteren Ton-in-Ton-Effekt. Soll die Gravur gut lesbar sein, wählen Sie eine kontrastreiche Kombination aus Oberfläche und Metall.
Die Stärke einer Platte für Kleidung liegt meist zwischen etwa 0,5 und 1,5 mm. Dünnere Platten sind leicht und biegsam, können sich bei tiefer mechanischer Gravur aber verformen. Für eine Gravur mit Tiefe wählen Sie einen dickeren Rohling.
- Die minimale Buchstabenhöhe hängt von der Methode ab; beim Laser kann sie sehr klein sein, für die Lesbarkeit am Kleidungsstück planen Sie aber mindestens 1,5–2 mm ein.
- Vermeiden Sie bei mechanischer Gravur feine Serifen unter 0,2 mm.
- Senden Sie das Logo als Vektordatei (AI, EPS, PDF oder SVG) mit in Kurven umgewandeltem Text.
Gravierte Platte oder andere Kennzeichnung
Ist die Hauptanforderung ein plastisches, von Weitem sichtbares Logo, wirkt ein Relief eindrucksvoller. Suchen Sie einen weichen, warmen Look, denken Sie an ein Lederetikett mit Prägung. Die gravierte Metallplatte passt am besten dort, wo Präzision, Personalisierung und lange Lebensdauer ohne Verblassen gefragt sind. Dieselbe Logik gilt für Metallknöpfe mit graviertem Logo – Sie können beides in einer Kollektion kombinieren.
So läuft die Bestellung gravierter Platten ab
- Briefing – Produkt, Position der Platte, Größe, Metall, Oberfläche und Befestigungsart.
- Datei – Vektorlogo und, bei Personalisierung, eine Liste der Schriftzüge.
- Muster – geprüft werden Lesbarkeit, Kontrast und Haptik.
- Test – Montage auf dem realen Material, Wasch- und Reibtest, wenn das Produkt gewaschen wird.
- Serie – nach der Freigabe dient das Muster als Referenz für die Qualitätskontrolle.
Der Preis hängt von Metall, Größe und Stärke des Rohlings, Oberfläche, Tiefe und Fläche der Gravur, Anzahl unterschiedlicher Schriftzüge und Menge ab. Deshalb gibt es keinen Einheitspreis für eine „gravierte Platte“ – am genauesten ist eine konkrete Angebotsanfrage mit den Parametern des Produkts.
Häufige Fehler beim Gravieren von Metall für Kleidung
Der erste Fehler ist eine zu kleine Schrift für eine Platte, die aus der Distanz betrachtet wird – die gravierte Linie ist dünn und verliert schneller an Lesbarkeit als ein Relief. Der zweite ist eine Ton-in-Ton-Gravur auf spiegelndem Metall, bei der der Schriftzug nur aus einem bestimmten Winkel sichtbar ist. Der dritte ist der fehlende Reibtest bei Platten an Stellen mit ständigem Kontakt, etwa auf der Taschenklappe oder an der Gesäßtasche. Der vierte ist eine Abweichung der Oberfläche zwischen Muster und Serie – deshalb muss das freigegebene Muster als Referenz aufbewahrt werden.
Gravierte Platten nach Maß von Polkom
Polkom fertigt Metall-Logoplatten nach Kundendesign, darunter gravierte, geprägte und kombinierte Varianten, mit Wahl der Oberfläche und der Befestigungsart. Vor der Serie bereiten wir ein Muster vor, damit Sie die Lesbarkeit des Schriftzugs auf der realen Oberfläche prüfen können. Senden Sie Logo und Maße über die Kontaktseite – Sie erhalten einen Vorschlag und ein Angebot passend zu Ihrem Volumen.











