Die Pantone-Farbe eines Etiketts ist eine standardisierte Referenz (zum Beispiel Pantone 19-4052 TCX oder 2945 C), mit der Sie den Farbton von Druck und Band genau beschreiben – statt „dunkelblau“ oder „bordeaux“. Der Hersteller mischt die Farbe nach dieser Referenz und wählt das nächstliegende Band. Da Textil, Band und Licht die Wahrnehmung beeinflussen, erfolgt die endgültige Abstimmung immer mit einem physischen Muster, nicht am Bildschirm.
Warum man eine Pantone-Farbe für das Etikett braucht
Farbbezeichnungen sind ungenau. Das „Rot“ der einen Marke ist tomatenrot, das der anderen kirschrot. Außerdem hat eine Marke ihre Farben meist im Logo- oder Brandbook festgelegt und möchte, dass sie überall wiederkehren – vom Etikett bis zur Verpackung und Website. Das Pantone-System schafft eine gemeinsame Sprache zwischen Designer, Etikettenhersteller und Bekleidungshersteller.
Welche Pantone-Referenzen es gibt
- Pantone für Druck (C/U) – mit Codes wie 186 C. Sie werden für Papier und Verpackungen verwendet, oft auch in Brandbooks.
- Pantone für Textil (TCX/TPX/TPG) – mit Codes wie 19-1664 TCX. Für Textilien entwickelt und besser geeignet für Band und Stoff.
Haben Sie nur den Druckcode, senden Sie ihn – der Hersteller findet ein textiles Äquivalent. Haben Sie beide, umso besser.
Druckfarbe und Bandfarbe
Beim bedruckten Etikett gibt es zwei Farben, die abgestimmt werden müssen: die Druckfarbe und den Untergrund. Sie beeinflussen sich gegenseitig.
- Weißer Druck auf dunklem Band – ist die Schicht nicht deckend genug, scheint der Untergrund durch und Weiß wirkt gräulich.
- Farbiger Druck auf farbigem Band – die Farbe mischt sich optisch teilweise mit dem Untergrund; Blau auf Gelb wirkt grünlich.
- Dunkler Druck auf hellem Band – genaueste Farbwiedergabe und beste Lesbarkeit.
- Satin gegen Taft und Baumwolle – der Glanz des Satins lässt die Farbe je nach Winkel heller und lebendiger wirken, Baumwolle matter und weicher.
Ist die Bandfarbe ein wichtiger Teil der Marke, sehen Sie sich auch das Sortiment Satinbänder an, die auch für dekorative Elemente in Produkten verwendet werden.
Druckverfahren und Farbgenauigkeit
| Verfahren | Möglichkeiten bei der Farbe |
|---|---|
| Thermotransfer | Begrenzte Auswahl – die Farbe hängt von den verfügbaren Farbbändern ab; Standardfarben sind am sichersten |
| Flexodruck | Die Farbe wird nach Rezeptur gemischt; gute Wiederholbarkeit bei großer Auflage |
| Siebdruck | Die Farbe wird nach Rezeptur gemischt; beste Deckkraft auf dunklem Band |
Ist die exakte Pantone-Farbe Pflicht und die Menge klein, besprechen Sie das Verfahren vorab – beim Thermotransfer ist die Farbauswahl enger als bei Flexo- und Siebdruck.
So stimmen Sie die Farbe ab – Schritt für Schritt
- Nennen Sie den Code für jede Farbe im Design und für das Band.
- Senden Sie eine physische Referenz, wenn vorhanden – ein Stück Stoff, ein früheres Etikett oder eine Verpackung.
- Besprechen Sie das Verfahren, das diese Farbe bei Ihren Mengen ermöglicht.
- Vergleichen Sie das Muster bei Tageslicht neben dem Pantone-Fächer oder dem Stoff des Kleidungsstücks.
- Geben Sie schriftlich frei und bewahren Sie das Muster als Referenz auf.
Bei welchem Licht Sie prüfen sollten
Farbe verändert sich unter verschiedenen Lichtquellen. Unter der warmen Bürolampe wirkt Blau dunkler, unter der Neonbeleuchtung im Lager kühler. Prüfen Sie bei Tageslicht am Fenster, ohne direkte Sonne, und zusätzlich bei der Ladenbeleuchtung, wenn diese abweicht.
Wie genau man werden kann
Textil ist kein Papier. Kleine Farbtonabweichungen zwischen Muster und Serie, zwischen Bandpartien oder zwischen Etikett und Stoff sind normal, besonders bei unterschiedlichen Materialien. Wichtig ist, dass der Unterschied unter normalen Bedingungen mit bloßem Auge nicht auffällt. Bei Webetiketten wird die Farbe durch Garne bestimmt, nicht durch Druckfarbe; dort hängt die Genauigkeit von den verfügbaren Garnfarben ab – ein weiterer Grund, bei sehr spezifischen Nuancen den Druck zu bevorzugen.
Etikett in Stofffarbe oder in Markenfarbe
Bevor Sie eine Farbe wählen, legen Sie die Rolle des Etiketts fest. Es gibt zwei Ansätze, beide sind legitim:
- Die Markenfarbe überall. Ein und dasselbe Etikett in allen Modellen – etwa schwarzes Band mit weißem Druck. Einfach zu bestellen und wiedererkennbar, doch bei hellen Kleidungsstücken kann ein dunkles Etikett durch dünnen Stoff durchscheinen.
- Etikett Ton in Ton mit dem Stoff. Das Band wird nahe an der Produktfarbe gewählt, der Druck bleibt in der Markenfarbe. Das wirkt klarer, bedeutet aber mehr Varianten und eine komplexere Bestellung.
Ein Kompromiss ist ein neutrales Band – weiß, creme oder grau –, das zu den meisten Modellen passt und nicht durchscheint.
Farbe und Beständigkeit
Manche Farben sind licht- und waschempfindlicher als andere. Satte Rot-, Rosa- und Neontöne verblassen meist schneller als Schwarz, Marine und Grau. Ist das Etikett außen sichtbar, etwa am Saum oder an der Tasche, berücksichtigen Sie das. Testen Sie das Muster unter Licht und mit Wäsche, um zu sehen, wie sich die Farbe mit der Zeit verhält.
Häufige Fehler bei der Farbe
- Farbe mit Worten oder einem Handyfoto beschrieben.
- Verschiedene Pantone-Codes für dieselbe Farbe in verschiedenen Dateien der Marke.
- Freigabe eines Musters bei Kunstlicht.
- Die Erwartung, dass eine kleine Thermotransfer-Bestellung jeden Pantone-Code trifft.
- Keine Referenz für Folgebestellungen.
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