Beim Drucken von Etiketten für Kleidung werden Logo, Text oder Symbole auf ein Textilband aufgebracht – meist Satin, Nylontaft, Polyester oder Baumwolle. Es gibt drei Hauptverfahren: Thermotransferdruck, Siebdruck und Flexodruck. Die Wahl hängt von Auflage, Farbanzahl, benötigten Varianten (Größen, Chargen) und davon ab, wie oft das Kleidungsstück gewaschen wird.
Unten finden Sie einen kurzen Vergleich der Techniken und Materialien sowie eine Liste der Daten, die Sie vor einer Angebotsanfrage vorbereiten sollten.
Wie Etiketten für Kleidung gedruckt werden
Der Ablauf folgt bei allen Verfahren derselben Logik. Zuerst wird das Band gewählt – Material, Breite und Farbe. Dann wird das Design als Vektordatei vorbereitet und auf Mindestgrößen von Text und Linien geprüft. Es folgt ein Muster, nach Freigabe der Seriendruck. Zum Schluss wird das Band geschnitten und bei Bedarf gefalzt oder für den automatischen Schnitt in der Näherei auf Rolle belassen.
Wichtig: Der Druck ist oberflächlich – die Farbe liegt auf dem Band oder dringt teilweise ein. Die Beständigkeit hängt daher sowohl von der Farbe als auch von Glätte und Dichte des Trägers ab. Bei Webetiketten entsteht das Motiv aus den Fäden selbst, es gibt keine Schicht, die sich abreiben könnte – das ist der Hauptunterschied zwischen beiden Arten.
Druckverfahren im Kurzvergleich
| Verfahren | Geeignet für | Stärken | Grenzen |
|---|---|---|---|
| Thermotransfer | Kleine und mittlere Serien, variable Daten | Keine Klischees, schneller Inhaltswechsel, Barcodes | Meist eine Farbe pro Durchgang |
| Flexodruck | Große Auflagen mit gleichem Design | Gleichmäßiger Druck, niedriger Stückpreis bei Volumen | Klischees nötig, die Vorbereitung rechnet sich bei großen Mengen |
| Siebdruck | Markenetiketten, dunkle Bänder | Dichte, satte Schicht, Weiß auf Schwarz | Langsamer, weniger geeignet für sehr kleinen Text |
Wann welches Verfahren
- Sie haben viele Größen und Artikelnummern – Thermotransfer erlaubt, dass jedes Etikett anders ist, ohne zusätzliche Formen.
- Dasselbe Etikett in großem Volumen – Flexodruck ist die wirtschaftliche Lösung.
- Helles Logo auf dunklem Band – Siebdruck liefert eine Deckkraft, die andere Verfahren kaum erreichen.
Bänder für bedruckte Etiketten
Das Band bestimmt Haptik, Optik und Haltbarkeit des Etiketts. Die meistverwendeten Träger sind:
- Satin – weich, mit leichtem Glanz, geeignet für Markenetiketten und Kleidung, die direkt auf der Haut getragen wird.
- Nylontaft – steifer, glatt und wirtschaftlich; klassischer Träger für Pflegeetiketten.
- Polyesterband – fest, behält seine Form auch nach vielen Wäschen.
- Baumwollband – matt und natürlich, passend für Kollektionen aus Baumwolle und Leinen.
Die Breite richtet sich nach der Textmenge. Für ein kurzes Logo genügt ein schmales Band, für Zusammensetzung, Waschsymbole und Herstellerangaben braucht es ein breiteres oder längeres Band.
Was das Etikett am Kleidungsstück enthält
Bedruckte Etiketten erfüllen verschiedene Aufgaben, und oft hat ein Kleidungsstück mehr als eines:
- Markenetikett – Logo und eventuell Slogan.
- Größenetikett – separat oder mit dem Logo kombiniert.
- Etikett mit Zusammensetzung und Pflege – Faserzusammensetzung nach Verordnung (EU) Nr. 1007/2011 und Pflegesymbole nach ISO 3758. Siehe dazu auch die Pflegeetiketten.
- Etikett mit Charge oder Artikelnummer – für die Rückverfolgbarkeit in Produktion und Lager.
Die Zusammensetzung muss in der Sprache des Verkaufslandes angegeben sein, beim Export wird daher mehr Platz auf dem Band eingeplant.
So prüfen Sie das Muster
Am Muster zeigen sich fast alle Probleme – geben Sie es deshalb nicht nur nach Foto frei. Nähen Sie es nach Möglichkeit an ein echtes Kleidungsstück der Kollektion und waschen Sie es mindestens einige Male mit dem Programm, das Sie auf dem Etikett angeben.
- Lesbarkeit – kleiner Text und Pflegesymbole müssen mit bloßem Auge klar lesbar sein, ohne verlaufene Kanten.
- Farbe – vergleichen Sie den Druck bei Tageslicht mit der Pantone-Referenz, nicht am Bildschirm.
- Weichheit – streichen Sie das Etikett über die Innenseite des Handgelenks; kratzt es, prüfen Sie Kantenschnitt und Farbauftrag.
- Größe und Falz – stellen Sie sicher, dass das Etikett in die Naht passt und nicht aus Kragen oder Seitennaht ragt.
- Waschverhalten – nach dem Waschen darf der Druck nicht abblättern, und das Band darf nicht einlaufen oder sich kräuseln.
Besteht das Muster eine Prüfung nicht, liegt die Lösung meist im Wechsel von Band oder Farbe, nicht in einer kompletten Designänderung.
Was Sie vor der Anfrage vorbereiten sollten
- Design als Vektordatei (AI, PDF, EPS oder SVG) mit in Pfade umgewandelten Texten.
- Gewünschtes Bandmaterial und Bandfarbe, Druckfarbe (möglichst Pantone-Referenz).
- Endgröße des Etiketts und Falzart oder Lieferung auf Rolle.
- Menge je Variante, wenn es verschiedene Größen oder Artikel gibt.
- Waschbedingungen – Temperatur, Trocknen, chemische Reinigung.
Der Preis hängt von Verfahren, Farbanzahl, Art und Breite des Bandes, Menge und Anzahl der Varianten ab. Einen konkreten Betrag gibt es nur nach einer Angebotsanfrage mit diesen Daten.
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