Es gibt drei Pflegesymbole zum Bleichen, alle in Form eines Dreiecks. Ein leeres Dreieck erlaubt jedes Bleichmittel, einschließlich Chlorbleiche. Ein Dreieck mit zwei schrägen Linien erlaubt nur Sauerstoffbleichmittel (chlorfrei). Ein ausgefülltes, durchgestrichenes Dreieck bedeutet, dass der Artikel nicht gebleicht werden darf.
Bleichsymbole nach ISO 3758
Das Dreieck ist das zweite Symbol in der Reihe auf dem Pflegeetikett, nach dem Waschbottich. Es gilt für Bleichmittel, die während oder vor der Wäsche zugegeben werden, sowie für Fleckentferner auf Bleichmittelbasis.
| Symbol | Bedeutung | Typische Artikel |
|---|---|---|
| Leeres Dreieck | Jedes Bleichmittel erlaubt – Chlor und Sauerstoff | Weiße Baumwoll- und Leinenartikel: Bettlaken, Handtücher, medizinische Kleidung |
| Dreieck mit zwei schrägen Linien | Nur Sauerstoff- bzw. chlorfreies Bleichmittel erlaubt | Farbige Baumwollkleidung, Mischgewebe |
| Durchgestrichenes ausgefülltes Dreieck | Nicht bleichen | Wolle, Seide, Elasthan, die meisten farbigen und dunklen Artikel |
Sehen Sie auf älteren Etiketten ein Dreieck mit den Buchstaben „Cl“, bedeutet es, dass Chlorbleiche erlaubt ist. In der aktuellen Fassung der Norm wurde diese Variante durch das leere Dreieck ersetzt.
Chlorbleiche oder Sauerstoffbleiche
Chlorhaltige Mittel
Chlorbleiche (auf Basis von Natriumhypochlorit) ist ein starkes Oxidationsmittel. Sie bleicht und desinfiziert, zersetzt aber Proteinfasern wie Wolle und Seide, schwächt Elasthan und kann gefärbten Stoffen die Farbe entziehen. Deshalb ist sie nur für weiße Artikel zulässig, die eine aggressive Behandlung vertragen.
Sauerstoffbleichmittel
Sauerstoffbleichmittel (auf Basis von Percarbonat oder Wasserstoffperoxid) wirken milder. Die meisten Waschpulver enthalten sie bereits. Sie eignen sich für farbige Baumwolle und Mischgewebe, doch auch hier sollte die Farbechtheit an einer verdeckten Stelle geprüft werden.
Warum Hersteller das Bleichen oft verbieten
Ein Blick auf die Etiketten im eigenen Kleiderschrank zeigt: Das durchgestrichene Dreieck ist das häufigste Bleichsymbol. Dafür gibt es mehrere Gründe:
- Die meisten Kleidungsstücke sind farbig, und ihre Farbstoffe wurden nicht gegen Bleichmittel geprüft.
- Die Zusammensetzung enthält Elasthan, Wolle oder Seide, die durch Chlor geschädigt werden.
- Der Artikel hat Druck, Stickerei oder Applikationen, deren Farben verblassen können.
- Zubehör – Metallknöpfe, Ösen und Reißverschlüsse – kann bei Kontakt mit Chlor anlaufen oder rosten.
Das Verbot ist auch eine Schutzmaßnahme für die Marke: Es senkt das Reklamationsrisiko, falls der Kunde ein starkes Mittel verwendet.
Praktische Tipps für Verbraucher
- Mischen Sie Chlorbleiche nicht mit anderen Mitteln, insbesondere nicht mit ammoniak- oder säurehaltigen.
- Gießen Sie Bleiche nicht direkt auf das Kleidungsstück – verdünnen Sie sie im Wasser.
- Zeigt das Etikett zwei schräge Linien, verwenden Sie nur Mittel mit der Aufschrift „chlorfrei“ oder „Sauerstoff“.
- Bei Flecken auf einem Artikel mit durchgestrichenem Dreieck greifen Sie zu einem Enzymmittel oder zur professionellen Reinigung.
Bleichsymbole bei der Etikettenvorbereitung
Für die Marke hängt die Entscheidung von einer Prüfung ab. Ist der Artikel weiß, aus 100 % Baumwolle oder Leinen und ist das Zubehör beständig, kann das leere Dreieck verwendet werden. Bei farbigen Baumwollartikeln wird meist das Dreieck mit zwei Linien gewählt. Bei allem mit Elasthan, Wolle, Viskose oder empfindlichen Verzierungen – das durchgestrichene Dreieck.
Das Symbol wird in der Symbolreihe des Pflegeetiketts gedruckt, meist in Schwarz und in einer Größe, die auch nach dem Waschen gut lesbar bleibt. Für das gebrandete Haupt-Etikett können Sie ein bedrucktes Etikett in derselben Farbe wählen; das gesamte Sortiment finden Sie in der Kategorie Etiketten.
Bleichen und das Zubehör am Kleidungsstück
Oft wird vergessen, dass ein Bleichmittel nicht nur auf den Stoff wirkt. Metallknöpfe, Ösen, Nieten und Metallreißverschlüsse können bei Kontakt mit Chlor anlaufen, ihre Beschichtung verlieren oder Rostflecken auf dem Stoff hinterlassen. Kunststoffknöpfe halten in der Regel stand, gefärbte können jedoch verblassen. Auch Stickgarne und Textiletiketten haben ihre eigene Farbechtheit. Hat der Artikel farbige oder metallische Details, muss das Bleichsymbol auch auf sie abgestimmt sein. Techniker prüfen deshalb oft das fertige Muster und nicht nur ein Stoffstück – gerade um die Reaktion aller Komponenten gemeinsam zu sehen.
Bleichen, Aufhellen und optische Aufheller
Das Bleichsymbol darf nicht mit optischen Aufhellern verwechselt werden, die in vielen Waschpulvern enthalten sind. Sie entfernen keine Flecken, sondern reflektieren Licht und lassen Weiß strahlender wirken. Bei Pastell- und Buntstoffen können sie den Farbton verändern. Für farbige Kleidung empfehlen sich daher Colorwaschmittel, selbst wenn das Etikett ein Sauerstoffbleichmittel erlaubt.
Wie das Bleichsymbol mit den übrigen zusammenpasst
Die Kombination muss logisch sein. Ein leeres Dreieck steht selten neben einem Bottich mit 30 °C und zwei Balken – ist der Artikel so empfindlich, verträgt er kaum Chlor. Umgekehrt erlaubt weiße Krankenhauskleidung mit 60- oder 95-°C-Wäsche fast immer das Bleichen. Wer solche Widersprüche vor dem Druck prüft, erspart sich den Nachdruck der gesamten Etikettenpartie.
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