Wer gestricktes Gummiband für eine Jacke sucht, meint meist eine von zwei Lösungen: Rippstrick (elastisches Gestrick), angenäht als Ärmelbündchen, Kragen oder Saumbund, oder Gummiband, das in einen Tunnel an Ärmeln, Taille oder Kapuze eingezogen wird. Rippbündchen ergeben die klassische Optik der Bomberjacke, Gummizug im Tunnel ist leichter, günstiger und passt zu Windjacken, Sport- und Kinderjacken.
Rippbündchen oder Gummiband
Beides wird oft mit einem Wort – „Gummi“ – bezeichnet, technisch sind es aber unterschiedliche Produkte.
Rippbündchen
Rippbündchen sind schlauchförmiges oder flaches Gestrick mit elastischer Struktur (meist Rippe 1×1 oder 2×2), oft mit eingestricktem Elasthan. Sie werden zugeschnitten oder als fertige Bündchen und Bänder in bestimmter Höhe gestrickt und als eigenes Teil an Ärmel oder Saum genäht. Das Bündchen ist sichtbar, formt die Silhouette und ist meist in Jackenfarbe oder mit Kontraststreifen gehalten.
Gummiband
Gummiband ist ein schmales elastisches Band mit einer Breite von wenigen Millimetern bis zu einigen Zentimetern – etwa gestricktes Gummiband oder gewebtes Gummiband. Es wird in einen Tunnel aus einem Saum eingezogen oder direkt auf der Innenseite der Jacke angenäht. Außen sieht man nur den gerafften Stoff, das Gummiband selbst bleibt verborgen.
Wo in der Jacke Gummiband verwendet wird
| Bereich | Lösung | Richtbreite |
|---|---|---|
| Ärmelbündchen | Gummizug im Tunnel oder Innenbündchen | 15–25 mm |
| Saum / Taille | Gummizug im Tunnel, teilweise oder rundum | 20–35 mm |
| Kapuzenrand | Schmales Gummiband oder Kordel mit Stopper | 8–15 mm |
| Innere Schneefangbündchen | Schmales Gummiband im Saum | 10–15 mm |
| Leichte Windjacke | Schmales Gummiband an Ärmeln und Saum | 10–20 mm |
Gestricktes oder gewebtes Gummiband für Jacken
Bei Oberbekleidung ist das Gummiband stärker belastet als bei Wäsche – der Ärmel wird hochgeschoben, der Saum dehnt sich beim Bücken, und die Jacke selbst wird seltener gewaschen, ist aber schwerer. Daraus ergeben sich praktische Regeln:
- Gestricktes Gummiband – geeignet für leichte Jacken, Windjacken, Sweatshirts, Kinderjacken und Innenbündchen. Es ist weich und kratzt nicht am Handgelenk.
- Gewebtes Gummiband – besser für schwere Jacken, Arbeitskleidung und breite Tunnel, in denen sich gestricktes Gummiband einrollen kann. Es behält seine Breite beim Dehnen.
- Gummiband mit Teiltunnel – am Saum sitzt das Gummiband oft nur am Rücken oder an den Seiten, das Vorderteil bleibt glatt. Dann wird das Gummiband mit Quernähten an den Tunnelenden fixiert.
Sweatshirts, Westen und Sportoberteile
Bei Sweatshirts und Sportoberteilen sind Ärmelbündchen und Saum meist aus Rippstrick, doch immer häufiger gibt es Modelle mit Saum und verdecktem Gummiband, besonders bei leichten technischen Stoffen. Dort ist weiches gestricktes Gummiband die natürliche Wahl, weil es die Kante nicht hart macht und das Handgelenk nicht reizt. Bei gefütterten Westen wird Gummiband an den Armlöchern oder am Saum nur eingesetzt, wenn der Schnitt eine anliegende Passform verlangt. Dann ist es praktisch, wenn das Gummiband die Farbe des Futters hat, damit es beim Öffnen nicht zu sehen ist.
Kapuze: Gummiband oder Kordel
Kapuzen lassen sich mit einem schmalen Gummiband im Tunnel am Rand oder mit einer Kordel mit Kordelstoppern formen. Gummiband ist einfacher in der Handhabung und muss nicht reguliert werden, die Kordel ermöglicht bei Wind einen engeren Sitz. Bei Kinderjacken sind die Anforderungen der Norm EN 14682 an Kordeln im Kopf- und Halsbereich einzuhalten – für die Kleinsten ist Gummiband oft die sicherere Lösung.
So wählen Sie Gummiband für Jackenbündchen
- Legen Sie fest, ob das Bündchen sichtbarer Rippstrick, verdecktes Gummiband im Tunnel oder ein Innenbündchen wird.
- Für einen Tunnel wählen Sie eine Gummibandbreite, die 2–4 mm schmaler ist als der Tunnel.
- Bestimmen Sie die Länge – die Hand muss frei durchgehen, und das Bündchen darf das Handgelenk nicht einschnüren.
- Prüfen Sie die Spannung bei wiederholtem Hochschieben des Ärmels.
- Wählen Sie eine Farbe, die durch dünne Stoffe nicht durchscheint – bei hellen Jacken sollte das Gummiband Ton in Ton sein.
So wird Gummiband in den Tunnel einer Jacke eingezogen
Der Tunnel entsteht aus einem Saum oder einem separaten Futterstreifen. Das Gummiband wird mit einer Gummibandnadel oder Sicherheitsnadel durch eine Öffnung im Tunnel gezogen, die Enden werden überlappt und abgesteppt, und die Öffnung wird geschlossen. In der Serienfertigung wird das Gummiband häufiger gedehnt mit Covernaht an den Saum genäht und anschließend umgeschlagen. Diese Methode verhindert, dass sich das Gummiband verdreht, und ist schneller.
Bei gefütterten Jacken wird das Gummiband oft nur im hinteren Saumbereich zwischen Oberstoff und Futter eingenäht. Seine Enden werden in den Seitennähten mitgefasst, was eine feste Verankerung und gleichmäßige Kräuselung sichert.
Häufige Fehler beim Gummiband für Jacken
- Breites gestricktes Gummiband in einem weiten Tunnel – es rollt sich ein, und das Bündchen wirkt ungleichmäßig.
- Zu kurzes Gummiband im Ärmelbündchen – hinterlässt Abdrücke am Handgelenk und erschwert das Anziehen.
- Dunkles Gummiband unter hellem dünnem Stoff – es scheint durch.
- Nicht fixierte Gummibandenden bei Teiltunnel – das Gummiband rutscht nach dem Waschen heraus.
Gummibänder und Jackenzubehör von Polkom
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