Der Preis von Etiketten für Kleidung ist nicht fix – er ergibt sich aus der Technologie (Weben, Druck, Leder, Karton), der Größe, der Farbanzahl, dem Material, Schnitt und Faltung und vor allem aus der Auflage. Einen genauen Preis für Kleidungsetiketten kann man daher erst nennen, wenn diese Parameter feststehen. In diesem Artikel erfahren Sie, welcher Faktor wie stark ins Gewicht fällt und wie Sie ein besseres Angebot erhalten, ohne an Qualität einzubüßen.
Preis für Kleidungsetiketten nach Etikettenart
Die verschiedenen Etikettenarten werden mit unterschiedlicher Ausrüstung und unterschiedlichem Aufwand gefertigt, daher folgt auch die Preislogik unterschiedlichen Regeln.
| Etikettenart | Wichtigste Preisfaktoren |
|---|---|
| Gewebt | Webdichte, Anzahl der Garnfarben, Größe, Schnitt und Faltung, Auflage |
| Bedruckt | Bandart (Satin, Taft, Baumwolle), Farbanzahl, einseitiger oder beidseitiger Druck, Auflage |
| Pflegeetikett | Textlänge, Anzahl der Sprachen, Anzahl unterschiedlicher Zusammensetzungen im Auftrag |
| Leder | Echt- oder Kunstleder, Stärke, Größe, Art der Markierung (Prägung, Folie, Laser), Werkzeug |
| Karton | Karton, Farbanzahl, Veredelung (Folie, Prägung, Kaschierung), Stanzform, Faden oder Plombe |
Einen Vergleich der Technologien finden Sie bei den Webetiketten und den bedruckten Etiketten.
Die sieben Faktoren, die den Preis bestimmen
1. Auflage
Der stärkste Faktor. Jeder Auftrag erfordert Vorbereitung – Webprogramm, Druckform, Prägewerkzeug, Stanzform für Karton, Maschineneinrichtung. Diese Kosten sind bei kleiner und großer Auflage nahezu gleich, verteilen sich bei großen Mengen aber auf mehr Stück. Deshalb sinkt der Stückpreis mit wachsender Auflage.
2. Größe
Ein größeres Etikett braucht mehr Material und Maschinenzeit. Ein Unterschied von wenigen Millimetern in Breite oder Länge wird bei großer Auflage spürbar.
3. Farbanzahl
Beim Weben ist jede zusätzliche Farbe ein zusätzliches Garn, beim Druck ein zusätzlicher Durchgang oder eine weitere Farbe. Ein einfarbiges Logo ist am wirtschaftlichsten.
4. Material
Feiner Damast, Satin, Baumwolle, Echtleder und dicker beschichteter Karton kosten unterschiedlich viel. Die Wahl muss zum Produkt passen – das teurere Material ist nicht immer das bessere.
5. Schnitt und Faltung
Ein gerades Etikett ohne Faltung ist am einfachsten. Endfaltung, Mittelfaltung oder Kuvertfaltung fügen einen Arbeitsgang hinzu. Ultraschallschnitt ergibt eine weichere Kante, wirkt sich aber ebenfalls auf den Preis aus.
6. Veredelungen
Heißfolie, Prägung, Kaschierung, Metallgarne, besondere Stanzformen und Perforation erhöhen den Preis, aber auch die wahrgenommene Qualität.
7. Anzahl der Designs in einem Auftrag
Zehn verschiedene Pflegeetiketten zu je hundert Stück kosten nicht so viel wie tausend identische. Jedes Design erfordert eine eigene Vorbereitung.
Warum kleine Auflagen pro Stück teurer sind
Für kleine Marken ist das oft eine Überraschung: Bei hundert Etiketten kann der Stückpreis um ein Vielfaches höher sein als bei einigen Tausend. Der Grund liegt nicht im Material, sondern in der Vorbereitung. Webprogramm, Werkzeug oder Druckform werden einmal erstellt, unabhängig von der Menge. Planen Sie mehrere Kollektionen mit demselben Markenetikett, ist eine größere Auflage auf einmal meist günstiger.
So optimieren Sie Ihr Etikettenbudget
- Ein Markenetikett für alle Modelle. Setzen Sie die Größe auf ein separates kleines Etikett – so wird das Hauptetikett in großer Auflage bestellt.
- Bündeln Sie Bestellungen. Marken-, Größen- und Pflegeetiketten in einem Auftrag senken Vorbereitungs- und Versandkosten.
- Vereinfachen Sie das Logo. Zwei, drei Farben statt fünf wirken fast immer klarer und kosten weniger.
- Wählen Sie das richtige Material. Für ein Pflegeetikett leisten Polyester-Taft oder Satin hervorragende Arbeit – ein Luxusmaterial ist nicht nötig.
- Passen Sie die Größe an. Eine optimale Größe statt „sicherheitshalber größer“.
- Setzen Sie Veredelungen dort ein, wo man sie sieht. Goldfolie ist auf dem Hängeetikett effektvoll, auf dem Pflegeetikett aber unnötig.
Versteckte Kosten, an die Sie denken sollten
Neben dem eigentlichen Etikettenpreis gehören weitere Posten ins Budget. Die Lieferung in die Näherei hängt von Gewicht und Adresse ab. Das Annähen kostet Zeit der Näherin – ein Etikett, das in eine Naht gefasst wird, ist schneller angebracht als eines, das an allen vier Seiten angenäht wird. Ein Textfehler führt zu einer Nachbestellung. Und schließlich die Restbestände: Bestellen Sie Pflegeetiketten für ein Modell, das später gestrichen wird, bleiben sie ungenutzt. Eine gut geplante Bestellung senkt all diese Kosten schon vor der Produktion.
Was das Design eines Etiketts kostet
Liegt ein fertiges Logo im Vektorformat vor, ist die technische Vorbereitung der Datei für Weben oder Druck in der Regel Teil des Bestellprozesses. Muss ein komplett neues Design entstehen, ist das eine eigene kreative Leistung. Fragen Sie vorab, was im Angebot enthalten ist – Visualisierung, Korrekturen, Muster.
Das Muster als Investition
Ein Muster mag wie ein Zusatzkostenpunkt wirken, schützt aber vor viel teureren Fehlern: falsche Farbe, steifes Material, unleserlicher Text oder ungeeignete Größe. Ein unbrauchbarer Serienauftrag kostet weit mehr als ein Muster. Bei einer Erstbestellung oder einer neuen Etikettenart ist das Muster daher ein vernünftiger Schritt.
Was Sie für ein genaues Angebot senden sollten
- Logo und Farben (möglichst Pantone).
- Etikettenart und gewünschte Größe.
- Material oder Artikel, für den das Etikett bestimmt ist.
- Faltung und Art des Annähens.
- Menge je Design.
- Lieferadresse in der EU.
Alle Etikettenarten, die wir fertigen, finden Sie in der Kategorie Etiketten für Kleidung.
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