Preisetiketten aus Karton sind Hängeetiketten, auf denen der Preis vorgedruckt, von Hand geschrieben oder per Aufkleber aus der Preisauszeichnungszange angebracht wird. Für Marken mit festen Preisen wirkt ein vorgedruckter Preis am saubersten, für Geschäfte mit vielen Lieferanten und Aktionen ein gebrandetes Etikett mit Leerfeld für den Preisaufkleber. Die Wahl hängt davon ab, wie oft Sie Preise ändern und wer die Etiketten anbringt.
Arten von Preisetiketten aus Karton
1. Etikett mit vorgedrucktem Preis
Der Preis wird zusammen mit dem Barcode schon bei der Etikettenherstellung gedruckt. Das wirkt professionell, kann von Dritten nicht ausgetauscht werden und spart Arbeit im Laden. Der Nachteil: Bei Preisänderung oder Verkauf in einem anderen Markt müssen die Etiketten neu gedruckt werden.
2. Gebrandetes Etikett mit Aufkleberfeld
Die Vorderseite trägt das Logo, auf der Rückseite gibt es ein klar markiertes Leerfeld für den Preisaufkleber. Das ist die flexibelste Variante für Marken, die über mehrere Kanäle verkaufen, und für Geschäfte mit saisonalen Rabatten.
3. Set: Markenetikett + kleines Preisetikett
Zwei Etiketten an einem Faden – ein großes mit Marke und Geschichte und ein kleines, meist etwa 30 × 50 mm, mit Preis und Barcode. Das kleine Etikett kann in letzter Minute gedruckt oder getauscht werden, ohne das große wegzuwerfen.
4. Universelles Preisetikett ohne Marke
Einfache weiße oder Kraft-Etiketten mit Faden, auf die der Preis von Hand oder per Drucker geschrieben wird. Verwendet auf Märkten, in Boutiquen mit Handgemachtem und bei Ausverkäufen. Sie sind günstig, tragen aber Ihre Marke nicht.
Die Varianten im Vergleich
| Variante | Flexibilität bei Änderungen | Optik | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Vorgedruckter Preis | gering | am saubersten | Marken mit Festpreisen, eigene Läden |
| Aufkleberfeld | hoch | gut | Belieferung von Händlern, viele Kanäle |
| Zwei Etiketten | hoch | sehr gut | Premiummarken, Export |
| Universaletikett | vollständig | neutral | Boutiquen, Märkte, Ausverkauf |
So wählen Sie Preisetiketten aus Karton
- Wer setzt den Preis? Bestimmt der Händler den Preis und nicht Sie, drucken Sie ihn nicht vor. Sehen Sie ein Aufkleberfeld vor.
- Wie oft ändert er sich? Bei zwei oder mehr Preisänderungen pro Saison sind separates Preisetikett oder Aufkleber praktischer.
- In wie vielen Währungen und Ländern verkaufen Sie? Für mehrere Märkte erlaubt das Paar „großes + kleines Etikett“ ein Design mit verschiedenen Preiskarten.
- Wie ist der Karton veredelt? Kaschierter und lackierter Karton lässt sich nicht mit Kugelschreiber beschriften, und manche Aufkleber haften schwächer. Für Handbeschriftung wählen Sie unbeschichteten Karton.
- Was gilt für den Barcode? Scannt der Händler an der Kasse, muss der Barcode auf demselben Etikett wie der Preis stehen.
Praxistipps für das Preisfeld
- Machen Sie das Feld etwas größer als den Aufkleber Ihrer Auszeichnungszange. Berechnen Sie es nach dem breitesten Aufkleber, den Sie verwenden.
- Lassen Sie das Feld ohne Lack und Kaschierung – Aufkleber und Marker haften besser auf unbeschichteter Fläche.
- Setzen Sie das Feld nicht auf den Barcode oder wichtigen Text. Der Rabattaufkleber kommt meist über den alten Preis, daher sollte auch dafür Platz sein.
- Der Preis muss sichtbar sein, ohne dass der Käufer das Etikett aus der Verpackung ziehen muss. Bei gefalteter Kleidung im Regal liegt das Etikett oft oben.
Befestigung des Preisetiketts
Bei einfachen Preisetiketten aus Karton geht die Befestigung mit Kunststoff-Heftfaden und Pistole am schnellsten – in eine Naht, ein Etikett oder eine Schlaufe. Für eine feinere Optik verwenden Sie Baumwoll- oder gewachste Kordel, für Denim und Jacken einen Faden mit Plombe, der sich nicht aufknoten lässt. Fäden und Kordeln in Markenfarbe finden Sie in der Kategorie Kordeln.
Sollen die Preisetiketten wie ein Teil der Marke wirken, sehen Sie sich die möglichen Formate und Veredelungen bei den Hängeetiketten an – dort gibt es auch runde, schmale und gefalzte Varianten.
Preis und Gesetz
Der Händler ist verpflichtet, den Verkaufspreis klar, lesbar und eindeutig anzugeben. Bei Rabatten muss nach den Regeln für Preisermäßigungen auch der frühere Preis erkennbar sein. Diese Pflichten liegen beim Händler, doch wenn Sie verkaufsfertige Artikel liefern, klären Sie mit ihm, ob Sie den Preis vordrucken oder ein Feld lassen. So muss nicht neu ausgezeichnet werden.
Preisetiketten bei Accessoires und kleinen Artikeln
Mützen, Schals, Handschuhe, Gürtel, Taschen und Schmuck haben oft keine geeignete Naht für den Heftfaden. Dort wird das Preisetikett mit einem Faden um Griff, Ring oder Schnalle befestigt, bei Socken und Wäsche mit einem kleinen Haken oder einer Klammer an der Verpackung. Hier funktionieren kleinere Formate besser: ein Kreis mit etwa 35–40 mm Durchmesser oder ein schmales Rechteck. Das Loch sollte eine Metallöse haben, weil sich das Etikett stärker dreht und reibt als an Kleidung.
Häufige Fehler bei Preisetiketten
- Vorgedruckter Preis für eine Kollektion, die später auch in einem anderen Markt verkauft wird – die ganze Auflage wird unbrauchbar.
- Das Aufkleberfeld ist kleiner als der Aufkleber, und der Aufkleber verdeckt den Barcode.
- Dunkler oder metallischer Hintergrund hinter dem Preis – schwer lesbar und nicht scannbar.
- Unterschiedliche Preisetiketten für dasselbe Modell in verschiedenen Läden, was den Kunden verwirrt.
Preisetiketten mit Logo von Polkom
Polkom fertigt Kartonetiketten nach Auftrag – mit vorgedrucktem Preis und Barcode, mit Aufkleberfeld oder als Set aus zwei Etiketten. Dazu können Sie Fäden, Heftfäden und die übrigen Etiketten für Kleidung an einer Stelle bestellen. Die Mindestmengen hängen vom Artikel ab. Senden Sie eine Anfrage mit Größe, Veredelung und ungefährer Stückzahl, und Sie erhalten ein Angebot.












