Ein Reißverschluss besteht aus dem Band (zwei Textilbänder), der Kette aus Zähnen oder Spirale, dem Schieber mit Zieher und den Endstücken – oben und unten. Ein teilbarer Reißverschluss hat zusätzlich einen Trennmechanismus: Stift und Kasten. Wer die Teile eines Reißverschlusses kennt, kann bei Bestellung oder Reparatur genau beschreiben, was gebraucht wird.
Teile eines Reißverschlusses – Überblick
| Teil | Auf Englisch | Funktion |
|---|---|---|
| Band | Tape | Die textile Basis, die an den Artikel genäht wird |
| Kette (Zähne, Spirale) | Chain, teeth, elements | Der schließende Teil – beide Reihen greifen ineinander |
| Schieber | Slider | Öffnet und schließt die Kette |
| Zieher | Puller, pull tab | Der Teil, an dem man den Schieber greift |
| Obere Endstücke | Top stops | Stoppen den Schieber am oberen Ende |
| Unteres Endstück | Bottom stop | Verbindet beide Bänder beim nicht teilbaren Reißverschluss |
| Stift und Kasten | Insertion pin, retainer box | Trennmechanismus beim teilbaren Reißverschluss |
| Verstärkungsfolie | Reinforcement film | Verstärkt die Enden des teilbaren Reißverschlusses |
Band
Das Band ist die gewebte oder gewirkte Basis, meist aus Polyester. Es bestimmt, wie der Reißverschluss in der Naht „liegt“, wie flexibel er ist und wie er Farbe annimmt. Bei Jeans kommen auch Baumwollbänder vor, bei technischer Bekleidung Bänder mit Polyurethanbeschichtung für Wasserdichtigkeit. Die Bandbreite wächst mit der Reißverschlussnummer – wichtig, wenn die Naht außen sichtbar ist. Die Bandfarbe wird nach Stoffmuster oder Pantone gewählt.
Kette
Die Kette ist das Herz des Reißverschlusses. Ihr Typ gibt dem Reißverschluss seinen Namen:
- Metallkette – einzelne Zähne aus Messing, Aluminium oder Legierung, auf die Bandkante geklemmt;
- Spiralkette – eine durchgehende Nylon- oder Polyesterspirale, aufgenäht oder eingewebt;
- Gespritzte Kette – einzelne Kunststoffzähne, direkt auf die verdickte Bandkante gespritzt;
- Nahtverdeckte Kette – eine nach innen gewendete Spirale, die von außen nicht sichtbar ist.
Die Breite der geschlossenen Kette in Millimetern ergibt die Reißverschlussnummer – Nr. 3, Nr. 5, Nr. 8, Nr. 10.
Schieber
Der Schieber ist der Metall- oder Kunststoffkörper, der sich auf der Kette bewegt. Innen hat er einen Y-förmigen Kanal: Nach oben bewegt, führt er die beiden Zahnreihen zusammen und verhakt sie, nach unten trennt er sie mit seinem keilförmigen Teil. Schieber unterscheiden sich nach:
- Arretierung: automatisch (arretiert per Stift, wenn der Zieher heruntergeklappt ist), nicht arretierend oder mit manueller Arretierung.
- Anzahl der Zieher: mit einem Zieher oder beidseitig (Zieher auf beiden Seiten) – für Wendejacken und Zelte.
- Material: Zinklegierung, Messing, Kunststoff.
- Oberfläche: Nickel, Altmessing, Schwarz, gummiert, farbig lackiert.
Der Schieber wird immer passend zu Art und Nummer der Kette gewählt.
Zieher
Der Zieher ist das sichtbarste Teil und wird daher am häufigsten individualisiert. Er kann aus Metall, Kunststoff, gummiert, aus Kordel oder Band sein. Marken setzen oft Zieher mit Logo ein – graviert, geprägt oder gegossen. Bei Sportbekleidung und Rucksäcken verwendet man verlängerte Kordelzieher mit Kordelstopper oder Kordelende, die sich mit Handschuhen leicht greifen lassen.
Endstücke
Obere Endstücke
Kleine Metallklammern oder Kunststoffteile über dem letzten Zahn. Sie verhindern, dass der Schieber von der Kette läuft. Bei Spiralreißverschlüssen werden sie manchmal durch einen Riegel ersetzt.
Unteres Endstück
Gibt es nur bei nicht teilbaren Reißverschlüssen. Es verbindet beide Bänder am unteren Ende und bestimmt, wie weit sich der Reißverschluss öffnet.
Trennmechanismus: Stift und Kasten
Beim teilbaren Reißverschluss befindet sich am unteren Ende des einen Bandes ein Stift (Pin), am anderen ein Kasten (Box) mit eigenem Stift. Der Stift wird in den Kasten gesteckt, und der Schieber beginnt, die Kette zu schließen. Beide Enden sind mit Kunststofffolie oder festem Band verstärkt, weil sich hier die Belastung konzentriert. Beim teilbaren 2-Wege-Reißverschluss ist der Mechanismus so ausgelegt, dass der untere Schieber die Rolle des Kastens übernimmt.
Welche Teile eines Reißverschlusses sich individualisieren lassen
- Bandfarbe – nach Muster oder Pantone;
- Zahnfarbe – bei gespritzten Reißverschlüssen auch kontrastierend;
- Oberfläche der Metallzähne und des Schiebers;
- Zieher – Form, Material, Logo;
- Länge und Art der Endstücke.
Deshalb ist es bei der Bestellung von Reißverschlüssen sinnvoll, jedes Teil einzeln zu beschreiben. Arbeiten Sie mit Markenreißverschlüssen, sehen Sie sich auch die YKK Reißverschlüsse an.
Welches Teil am häufigsten kaputtgeht
In der Praxis von Änderungsateliers ist der häufigste Schaden ein ausgeleierter Schieber – seine Platten weiten sich, und der Reißverschluss öffnet sich hinter ihm wieder. An zweiter Stelle stehen herausgefallene obere Endstücke, wonach der Schieber von der Kette läuft. Bei teilbaren Reißverschlüssen ist der Kasten anfällig, besonders bei schweren Winterjacken, bei gespritzten Reißverschlüssen einzelne Zähne, wenn sie angeschlagen oder stark gebogen werden. Metallzähne brechen selten, können aber oxidieren und den Lauf erschweren. Das Band verschleißt zuletzt, es sei denn, es wurde mit dem Bügeleisen angesengt oder durch Reibung an einer Taschenkante durchgescheuert.
Warum Sie die Teile eines Reißverschlusses kennen sollten
Wer mit dem Lieferanten dieselbe Sprache spricht, bekommt schon beim ersten Mal das richtige Muster. „Reißverschluss 60 cm“ reicht nicht – nötig sind Nummer, Kettenart, teilbar oder nicht teilbar, Bandfarbe, Art von Schieber und Zieher. Die Kenntnis der Teile hilft auch bei Reparaturen: Oft braucht es keinen neuen Reißverschluss, sondern nur einen neuen Schieber oder ein Endstück.
Polkom – Reißverschlüsse, Schieber und Zieher mit Logo
Polkom ist ein bulgarischer Hersteller und Lieferant von Bekleidungszubehör aus Sofia mit über 30 Jahren Erfahrung. Wir bieten Reißverschlüsse, Schieber und Zieher nach Kundendesign, mit Logo und in Farbe nach Muster, mit Lieferung in die gesamte EU. Senden Sie eine Anfrage – wir helfen Ihnen, die genaue Spezifikation zu beschreiben.










