Für Textiletiketten mit Logo empfiehlt es sich, das Logo als Vektordatei (AI, EPS, PDF oder SVG) zu senden, inklusive Pantone-Farbangaben und gewünschter Etikettengröße. Falls nur PNG oder JPG vorliegen, sollten diese hochauflösend sein. Kleine Details und Schrift müssen für die gewählte Technik ausreichend groß sein – der Druck erlaubt feinere Details als das Weben.
Warum das Logo auf dem Etikett anders aussieht als auf dem Bildschirm
Textil ist kein Papier. Die Fasern des Bandes sowie die Struktur von Satin oder Taft „schlucken“ Details. Beim Weben entsteht das Bild aus Fäden, ähnlich wie Pixel, beim Druck verläuft die Farbe leicht auf den Fasern. Deshalb muss ein Logo, das auf einer Visitenkarte gut aussieht, für das Etikett oft vereinfacht werden. Das ist keine Markenkompromittierung, sondern eine Anpassung an das Material.
Dateiformate für Textiletiketten mit Logo
- Vektor (AI, EPS, PDF, SVG) – ideal. Linien bleiben bei jeder Skalierung scharf, Farben können separiert werden.
- Raster (PNG, JPG) – akzeptabel bei hoher Auflösung und klarem Kontrast. Verschwommenes Logo muss neu gezeichnet werden, was Zeit kostet.
- Schriften – Texte in Pfade umwandeln (Outlines) oder Schriftart mitsenden, damit sie nicht ersetzt wird.
- Farben – Pantone-Codes angeben oder eine Stoffprobe senden, wenn das Etikett farblich zum Textil passen soll.
Minimale Größe von Text und Linien
Die genauen Grenzen hängen von Maschine und Material ab, doch die Faustregel lautet: Je feiner das Detail, desto besser eignet sich der Druck gegenüber dem Weben.
| Element | Druck auf Satin/Taft | Weben |
|---|---|---|
| Sehr kleine Schrift (Zusammensetzung, Adresse) | Geeignet | Verschmierungsgefahr |
| Dünne Linien und Konturen | Gut | Müssen verdickt werden |
| Verläufe und Farbverläufe | Begrenzt, abhängig vom Verfahren | Nicht empfohlen |
| Relief und Struktur | Flaches Ergebnis | Ausgezeichnetes Relief |
| Viele Farben | Begrenzte Anzahl | Begrenzte Fadenanzahl |
Enthält das Logo einen feinen Slogan unter dem Hauptzeichen, überlegen Sie, diesen auf kleinen Etiketten wegzulassen und nur auf Kartonetiketten mit mehr Platz zu verwenden.
Wie viele Farben kann ein Etikett haben?
Bei bedruckten Textiletiketten werden meist ein bis wenige Farben auf farbigem Grund verwendet. Jede zusätzliche Farbe erschwert die Produktion, daher ist ein einfarbiges Logo auf kontrastierendem Band die kostengünstigste und lesbarste Lösung. Bei gewebten Etiketten bestimmen die Fadenanzahl in Kette und Schuss die Farben. Details zur Webtechnik finden Sie bei gewebten Etiketten.
Etikettengröße und Freiraum um das Logo
Das Logo sollte nicht bis zum Rand reichen. Lassen Sie mindestens 2–3 mm Abstand zu Schnittkanten und 3–5 mm zu den angenähten Kanten. Bei mittig gefalteten Etiketten gehört das Logo in die obere sichtbare Hälfte, die untere Hälfte liegt in der Naht oder wird für andere Informationen genutzt. Für Halsetiketten wählen Sie eine Breite, die nicht aus dem Ausschnitt hervorsteht.
Farbwahl
- Wählen Sie die Bandfarbe – Weiß, Schwarz, Natur oder Sonderfarbe.
- Wählen Sie eine Logofarbe mit ausreichendem Kontrast. Grau auf beigem Band ist selten gut lesbar.
- Berücksichtigen Sie das Textil – dunkles Etikett auf dünnem weißen Shirt scheint durch.
- Bei Kollektionen mit vielen Farben können Sie ein Etikett für alle Artikel oder mehrere Versionen in 2–3 Grundfarben wählen.
So läuft der Prozess ab
Nach Erhalt des Logos und der Anforderungen erstellen wir einen maßstabsgetreuen Entwurf. Sie genehmigen diesen, danach fertigen wir ein Muster zum Anschauen und Anfassen. Erst nach Musterfreigabe beginnt die Serienfertigung. In dieser Phase lassen sich Farbe, Größe oder Linienstärke am einfachsten anpassen.
Fehler, die Kosten und Zeit erhöhen
- Logo in niedriger Auflösung, ausgeschnitten von einer Webseite.
- Fehlende Pantone-Angabe oder Stoffprobe für die Farbe.
- Zuviel Information auf kleinem Raum.
- Unklare Anbringungsart – Logo liegt unter der Naht.
- Endgültiges Design wird nach Musterfreigabe geändert.
Logo-Varianten für verschiedene Etiketten
Die meisten Marken haben mehrere Logo-Versionen – komplett (Symbol und Name), nur Symbol oder nur Schriftzug. Für Textiletiketten ist das sehr hilfreich. Die vollständige Version passt gut auf größere Etiketten bei Jacken und Mänteln. Nur Schriftzug eignet sich für schmale Halsetiketten bei T-Shirts. Nur Symbol kann auf kleinen Flaggenetiketten in Seitennaht oder Saum verwendet werden. Falls Sie solche Versionen noch nicht haben, bitten Sie Ihren Designer, diese vor der Bestellung anzufertigen.
Negativ und Positiv
Ein Logo kann dunkel auf hellem Band oder hell auf dunklem Band gedruckt werden. Die Negativ-Variante (helles Logo auf schwarzem oder dunkelblauem Band) wirkt oft edler, benötigt aber etwas dickere Linien, da helle Details optisch dünner erscheinen. Die Positiv-Variante ist bei kleinem Text besser lesbar.
Zusätzliche Informationen neben dem Logo
Neben dem Logo können Website, Social-Media-Profile, „Made in Bulgaria“ oder ein kurzer Slogan ergänzt werden. Fügen Sie nur hinzu, was dem Kunden wirklich hilft. Jede Zeile verkleinert das Logo und macht das Etikett unruhiger. Angaben zu Zusammensetzung und Pflege sollten besser auf separaten Pflegeetiketten stehen.
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