Die Größen von Webetiketten werden durch zwei Maße bestimmt: Breite (Bandhöhe) und Länge. Die richtige Größe hängt von der Position am Kleidungsstück, vom Logo und von der Falzung ab, denn beim Falzen verschwindet ein Teil der Länge. Beginnen Sie daher mit dem sichtbaren Teil, den das Etikett nach dem Annähen haben soll, und berechnen Sie daraus die Gesamtlänge des Bandes.
Größen von Webetiketten – zwei Maße, die Sie kennen sollten
- Sichtbare Größe – wie viel vom Etikett nach dem Annähen zu sehen ist.
- Gesamtgröße – die Größe des Bandes vor dem Falzen, einschließlich Umschlägen und Nahtzugabe.
Geben Sie in Ihrer Anfrage an, welches der beiden Maße Sie nennen. Am einfachsten nennen Sie die sichtbare Größe und die Falzart – der Hersteller berechnet die Gesamtgröße.
Wie die Falzung die Größe verändert
| Falzung | So wird der sichtbare Teil berechnet |
|---|---|
| Gerader Schnitt | sichtbare Größe gleich Gesamtgröße, minus Nahtrand rundum |
| Mittenfalz (Loop Fold) | sichtbarer Teil etwa die Hälfte der Gesamtlänge, minus Nahtzugabe |
| Endfalz (End Fold) | Gesamtlänge minus die beiden Umschläge |
| Mitrefalz (Mitre Fold) | abhängig vom Winkel; sichtbarer Teil kleiner als die Gesamtlänge |
Richtgrößen nach Position
Es gibt keine Standardgröße – jede Marke wählt nach ihrem Stil. Die Tabelle unten gibt Orientierung für häufige Lösungen. Die Maße beziehen sich auf den sichtbaren Teil und sind nur ein Ausgangspunkt.
| Position | Ungefährer sichtbarer Teil | Hinweis |
|---|---|---|
| Nacken eines T-Shirts | schmal, etwa 1,5–2 cm hoch und einige Zentimeter lang | kleines Etikett ist angenehmer |
| Unter dem Kragen von Hemd, Kleid, Sakko | etwas größer, oft etwa 2–2,5 cm hoch | Endfalz |
| Oberbekleidung | breiter und länger | Platz vorhanden, Sichtbarkeit gewünscht |
| Seitennaht (Fähnchen) | klein, etwa 1–2 cm sichtbarer Teil | Mittenfalz oder Mitrefalz |
| Größenetikett | sehr klein, etwa 1–1,5 cm | große Ziffer oder Buchstabe |
| Tasche, Ärmel, Mütze | je nach Design | Schablone in Originalgröße |
Wie das Logo die Größe bestimmt
Die Größe sollte nicht nur nach der Position gewählt werden. Das Logo hat eine Mindestgröße, unter der der Text unleserlich wird. Ist das Logo waagerecht und lang, muss das Etikett länger sein; ist es quadratisch, höher. Der kleinste Text im Logo bestimmt die Mindesthöhe des Etiketts. Wünschen Sie ein sehr kleines Etikett, muss das Logo vereinfacht werden.
Proportion und Freiraum
Ein Etikett wirkt gut, wenn um das Logo herum Luft ist. Ein Logo, das das Etikett bis zum Rand füllt, wirkt überladen, und beim Annähen kann die Naht über die Buchstaben laufen. Eine gute Regel: Das Logo nimmt etwa zwei Drittel der sichtbaren Fläche ein.
Sichtbarkeit versus Komfort
Bei der Größenwahl gibt es immer einen Kompromiss zwischen Markensichtbarkeit und Tragekomfort. Ein größeres Etikett ist im Laden, am Bügel und auf Fotos besser zu sehen, ist aber stärker spürbar. Ein kleineres ist angenehmer, verlangt aber ein reduziertes Logo. Eine gute Lösung ist ein kleines, komfortables Nackenetikett, während die Sichtbarkeit über ein Außenetikett an Tasche oder Saum erreicht wird.
So messen Sie in der Praxis
- Nehmen Sie ein fertiges Kleidungsstück Ihres Modells.
- Schneiden Sie einige Papierschablonen in verschiedenen Größen aus.
- Legen Sie sie an die Etikettenposition und fotografieren Sie sie.
- Wählen Sie die Proportion, die am besten wirkt.
- Messen Sie den sichtbaren Teil und senden Sie ihn zusammen mit der Falzart.
Bandbreite und Produktion
Webetiketten werden in Bändern gewebt, und die Etikettenbreite hängt davon ab, wie die Webmaschine eingerichtet ist. Bei Etiketten mit gewebter Kante sind die Breiten durch die Maschineneinrichtung begrenzt, daher kann der Hersteller die nächstliegende Standardbreite vorschlagen. Bei Etiketten, die mit Ultraschall oder Heißmesser aus breiter Ware geschnitten werden, ist die Breite flexibler. Die Länge lässt sich meist frei wählen.
Etiketten auf Rolle und automatisches Schneiden
Bei größeren Serien können Etiketten auf Rolle geliefert und im Betrieb mit einer automatischen Maschine geschnitten werden. Dann wird die Größe als Rapportlänge des Bandes und Breite angegeben. Der Hersteller legt das Design so an, dass die Maschine genau zwischen den Etiketten schneidet. Klären Sie schon bei der Anfrage, ob Sie die Etiketten geschnitten und gefalzt oder auf Rolle möchten.
Größe und Preis
Die Größe ist einer der Faktoren, die den Preis beeinflussen – ein größeres Etikett braucht mehr Garn und mehr Platz auf der Webmaschine. Der Unterschied ist aber nicht immer proportional, denn auch Farbanzahl, Webart, Schnitt und Menge spielen eine Rolle. Schwanken Sie zwischen zwei Größen, fordern Sie für beide ein Angebot an.
Eine Größe für alles oder mehrere
Viele Marken verwenden dasselbe Etikett für alle Produkte. Das ist praktisch, doch bei sehr unterschiedlichen Produkten – T-Shirts, Jacken, Mützen, Taschen – ist es besser, zwei bis drei Größen desselben Logos zu haben. So wirkt das Etikett überall proportional. Diese Varianten sollten gemeinsam in einer Datei geplant werden, zusammen mit den Pflegeetiketten.
Häufige Fehler bei der Größenwahl
- Die Gesamtgröße wird angegeben, aber als sichtbare Größe erwartet.
- Die Nahtzugabe beim Mittenfalz wurde nicht berücksichtigt.
- Das Nackenetikett ist zu groß und klappt nach außen.
- Das Logo wurde auf eine unleserliche Größe verkleinert, damit es passt.
Weitere Branding-Möglichkeiten mit verschiedenen Etikettenarten finden Sie im Bereich Etiketten.
Webetiketten in der passenden Größe von Polkom
Polkom fertigt Webetiketten in der Größe, die Sie brauchen, mit Falzung und Schnitt nach Wahl. Als Hersteller mit über 30 Jahren Erfahrung berechnen wir die Gesamtgröße und fertigen ein Muster. Senden Sie eine Anfrage mit sichtbarer Größe und Logo.










